Christof Wandratsch wird Weltmeister in Sibirien

Bei -20 Grad Lufttemperatur und 0,2 Grad Wassertemperatur hat Christof Wandratsch zwei Weltmeistertitel über 200 und 450 Meter Freistil gewonnen. Und ganz nebenbei hat der bayerische Extremschwimmer im sibirischen Tjumen auch noch den Sieg über den ersten Gesamt-Weltcup der jungen Sportart „Eisschwimmen“ erzielt.

| 17. März 2016 | Aktuell

Eisschwimmen Tjumen2 | Eisschwimmen Tjumen2

Eisschwimmen Tjumen Christof Wandratsch

Foto > WoW-Art / Oliver Halder

Für das frostige Event wurde extra ein 25-Meter-Wettkampfbecken in den vereisten Fluss geschlagen. Das Rennen über 450 Meter konnte Wandratsch knapp gewinnen: „Heute Mittag beim Rennen über 450 m volles Programm verschluckt (bei 0°C Wasser nicht so der Renner) und dabei schier gar ersoffen – aber nochmal aufgerappelt und das Rennen knapp gewonnen!!!“, schrieb der 49-Jährige auf seiner Facebook-Seite.

Eisschwimmen Tjumen | Eisschwimmen Tjumen

1.200 Schwimmer starteten bei der Weltmeisterschaft im Winterschwimmen - unter ihnen Christof Wandratsch.

Foto > WoW-Art / Oliver Halder

Bei der 10. Weltmeisterschaft der International Winter Swimming Association trafen sich mehr als 1.200 Eisschwimmer aus 42 Nationen, um die schnellsten der Welt zu küren. Gleichzeitig war dieser Wettkampf auch die letzte von fünf Stationen des 1. Weltcups 2015/2016 im Winterschwimmen. Wandratsch kann sich jetzt erst mal erholen: „Weltmeisterschaft in Sibirien beendet – Eisschwimm-Saison beendet!!!“

Eisschwimmen Tjumen | Eisschwimmen Tjumen

-20 Grad draußen, 0,2 Grad im Becken - Winterschwimmen ist nichts für Warmduscher.

Foto > WoW-Art / Oliver Halder