Bodenseequerung abgebrochen

Wieder einmal war der Bodensee stärker: Hamza Bakircioglu aus Sonthofen im Allgäu musste am Wochenende seine Bodenseelängsquerung aufgrund von Gewittern abbrechen. Der 41-Jährige hatte bereits 56 von 64 Kilometern zurückgelegt, als ihn widrige Wetterbedingungen zur Aufgabe zwangen.

| 5. August 2013 | Aktuell

Hamza Bakircioglu

Hamza Bakircioglu

Photo > WoW-Art

Erstmals in der Geschichte der „Bodenseequerung“ musste der Veranstalter ein Schwimmen abbrechen. „Wir mussten Hamzas Traum zerstören, den er sich zweifelsfrei aufgrund seiner Leistung und der bereits zurückgelegten Distanz erfüllt hätte. Doch das Risiko für Schwimmer und Crew war zu groß“, sagte Oliver Halder, der die Bodenseequerung veranstaltet und auf dem Begleitboot mit dabei war. Drei Gewitterzellen kesselten das Begleitboot aus allen Richtungen ein. Zudem hätten Starkregen und Sturmböen den Ablauf an Bord des Begleitbootes erheblich gestört.

Schwimmen für den guten Zweck

Sechs Monate lang hatte sich Bakircioglu auf das Projekt vorbereitet und war für den guten Zweck unterwegs – er schwamm für das Kinderhospiz St. Nikolaus. „Es motiviert unglaublich, wenn man mit einer solchen Verrücktheit einen guten Zweck unterstützen kann“, erklärte Bakircioglu seine Beweggründe.

Nach der gescheiterten Querung bleibt Christof Wandratsch der einzige Mensch, der Deutschlands größten See der Länge nach durchschwommen ist und sich dabei an den gängigen internationalen Regeln orientiert hat. Der gebürtige Nürnberger benötigte Ende Juli für die 64 Kilometer von Bodman am westlichen Ufer des Bodensees bis nach Bregenz in Österreich 20 Stunden, 41 Minuten und 15 Sekunden.