Da stimmten Wetter und körperliche Verfassung noch: Maximilian Melyarki zu Beginn der Bodenseelängsquerung.

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Maximilian Melyarki Bodenseelängsquerung
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Open Water | 22. August 2012

Abgebrochen Bodensee-Querung zweimal gescheitert

Sonja Schleutker-Franke | Erneut sind zwei Bodensee-Querungsprojekte gescheitert: Der Student Maximilian Melyarki musste heute Nacht die Bodensee-Längsquerung aufgrund von Unwettern abbrechen. Bereits am Wochenende beendete die Dresdner Extremschwimmerin Kirsten Seidel ihre geplante Bodensee-Umrundung vorzeitig.
Um 1.19 Uhr heute Nacht schlug Maximilian Melyarki am Boot an und brach nach 33 von 64 Kilometern seine Bodensee-Längsquerung ab. „Ich wollte mit dem Projekt meine Grenzen kennenlernen und das habe ich heute Nacht auch getan“, erzählt der Student gegenüber swim. Ab Kilometer 28 habe er unter Magenkrämpfen gelitten. „In meiner Schwimmbrille waren mehr Tränen als Bodenseewasser.“
Maximilian Melyarki Bodenseelängsquerung
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Dazu kam noch ein Unwetter, das sich hinter ihm zusammenbraute. „Nach 33 Kilometer konnte ich dann nicht mehr und habe die Aktion abgebrochen. Und das war auch gut so, denn ich war gerade zwei Minuten auf dem Boot, da hatte uns das Unwetter mit Blitz und Donner erreicht“, erzählt der 22-Jährige.

3.300 Euro für den guten Zweck

Auch wenn es für die Längsquerung nicht gereicht hat, so hat Melyarkis Projekt doch einen Gewinner: den Verein Schutzhöhle, der bei der Aufklärung und Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern hilft. Ihm kann der Student in den nächsten Tagen die stolze Summe von 3.300 Euro überreichen.
Auch bei Kirsten Seidel war der Bodensee letztendlich stärker: Sie hatte geplant, den See schwimmend zu umrunden – von Bodman nach Bregenz, anschließend weiter über Konstanz bis Stein am Rhein. 136 Kilometer nonstop. Doch nach der ersten Etappe von Bodman nach Bregenz und fast permanentem Schwimmen gegen die Strömung brach sie das Unterfangen ab. Auch die 47-Jährige war für den guten Zweck ins Wasser gestiegen und sammelte Spenden für den Verein Sonnenstrahl in Dresden, der sich mit der Betreuung krebskranker Kinder und ihrer Angehörigen befasst.

Auch Bruno Dobelmann scheiterte

Doch nicht nur Melyarki und Seidel hatten sich in diesem Jahr die Zähne am Bodensee ausgebissen: Im Mai und im Juli hatte Extremschwimmer Bruno Dobelmann bereits versucht, den Bodensee längs zu queren. Doch beide Male musste er aufgeben – einmal aus gesundheitlichen und einmal aus mentalen Gründen. Nachdem Dobelmann ursprünglich seinen Rückzug vom Langstreckenschwimmen angekündigt hatte, möchte er es nun doch noch einmal wissen und plant im Januar 2013 eine Breitenquerung von Romanshorn nach Friedrichshafen.

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