Chloe McCardel wollte als erster Mensch ohne Haikäfig von Kuba nach Florida schwimmen.

Team Chloe McCardel

Kuba-Florida
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Open Water | 13. Juni 2013

Von Kuba nach Florida Australierin bricht Rekordversuch nach 11 Stunden ab

Peter Jacob | Marathon-Schwimmerin Cloe McCardel hat ihren Versuch, als erster Mensch ohne schützenden Haikäfig von Kuba nach Florida zu schwimmen, nach 11 Stunden abgebrochen. Die Australierin konnte nach dem Kontakt mit einer Qualle nicht mehr weiterschwimmen.
Das plötzliche Aus kam nach etwa einem Fünftel der angepeilten 60 Stunden, die McCardel für die 103 Seemeilen (rund 170 Kilometer) von Havanna nach Key West veranschlagt hatte. Offenbar hatte eine Qualle die 28-Jährige berührt. „Cloe wurde mehrfach im Gesicht und um den Mund herum gestochen“, hieß es auf ihrer Facebook-Seite. „Die Schwellungen bereiteten ihr Probleme beim Atmen.“
Ein Reporter des australischen Senders Channel Seven berichtete, McCardel habe sich noch rund 15 Minuten lang voller Schmerz gequält, bevor sie schließlich abbrach. "Sie hatte keine Chance", so der Reporter. Die Schwimmerin werde nun für weitere Untersuchungen mit dem Boot nach Florida gebracht.

Gratulation von Vorgängerin Nyad

McCardels Landsfrau Susan Maroney bleibt damit der einzige Mensch, der die Strecke Kuba-Florida erfolgreich bewältigen konnte. Ihr gelang das Kunststück 1997 im Alter von 22 Jahren. Allerdings nutzte sie dabei einen schützenden Haikäfig.
Ohne Käfig haben sich nach Aussage McCardels schon mehr als 20 Personen an der Distanz versucht - alle ohne Erfolg. Zuletzt hatte die US-Amerikanerin Diana Nyad im August 2012 ihren Anlauf abrechen müssen. Schlechtes Wetter, Unterkühlung und ebenfalls Quallen zwangen die heute 63-jährige zur Aufgabe. Nun lobte die Hall-of-Famerin McCardel: "Ich habe Cloe Glückwünsche gesandt, für ihr monatelanges Training und ihren beherzten Vorstoß in diese gefährlichen Wasser. Wir können dieser jungen Athleten nur applaudieren", schrieb Nyad auf ihrer Facebook-Seite.
 

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