Andreas Waschburger: "Ich bin überglücklich"

Noch vor drei Wochen träumte Andreas Waschburger von den Olympischen Spielen in Rio. Doch daraus wurde nichts. Jetzt holte der Saarbrücker zwei Titel bei den Deutschen Meisterschaften. Nach der 5-Kilometer-Entscheidung sprach der 29-Jährige mit SWIM.

| 3. Juli 2016 | AKTUELL

Andreas Waschburger | Impression vom 5-km-Rennen bei der DM Freiwasser 2016.

Impression vom 5-km-Rennen bei der DM Freiwasser 2016.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Andreas Waschburger, zwei Einzelrennen, zwei Siege. Besser hätten die Deutschen Meisterschaften für Sie nicht enden können. Es ist alles perfekt gelaufen, außer dass wir mit der Staffel nur den zweiten Platz gemacht haben. Ich bin überglücklich über meine ersten beiden Titel - jetzt auch mit der richtigen Streckenlänge.

Haben Sie Ihr Olympia-Aus inzwischen verdaut? Verdaut habe ich das noch nicht. Aber seit Portugal läuft es richtig gut bei mir mit dem zweiten Platz beim Weltcup in Ungarn und den beiden Siegen hier in Hamburg.

Andreas Waschburger | Sieg im Rennen über 5 Kilometer: Andreas Waschburger hat seine Rivalen im Finish abgehängt.

Sieg im Rennen über 5 Kilometer: Andreas Waschburger hat seine Rivalen im Finish abgehängt.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Welche Ziele haben Sie noch für diese Saison? Ich kann im Weltcup unter die ersten drei kommen und schwimme die Europameisterschaften in Hoorn. Dort schwimme ich auf jeden Fall die 10 Kilometer und vielleicht auch die 5 Kilometer. Vielleicht darf ich auch endlich einmal im Team starten.  

Wie waren die 5 Kilometer für Sie? Ich bin zuerst überhaupt nicht ins Rennen gekommen. Es war sehr schwer, gegen die Jungs nach vorn zu kommen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so ein Kampf wird. Am Ende habe ich alles gegeben.

Stimmt es, dass Sie unterwegs kurz davor waren aufzuhören? Ich würde niemals aufgeben. Wenn junge, ungestüme Sportler dabei sind, geht es immer hart zur Sache. Ich habe tiefe Kratzer am Arm. Das macht nicht immer Spaß.

Noch ein Wort zum 10-Kilometer-Rennen. Haben Sie unterwegs gemerkt, dass die Runde zu kurz ist? Ich habe davon während des Rennens nichts mitbekommen. Wenn man schwimmt, vergeht die Zeit ohnehin viel schneller als beim Zuschauen.