Alexander Studzinski hofft auf einen baldigen Wiedereinstieg in den Open Water Grand Prix.

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Alexander Studzinski hofft auf einen baldigen Wiedereinstieg in den Open Water Grand Prix.
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Open Water | 2. Mai 2011

Studzis Blog Alexander Studzinski: Start mit Krokodilen

Alexander Studzinski | Der Weltverband FINA hat den für den 7. Mai geplanten Open Water Grand Prix im Sumidero Canyon (MEX) wegen mangelnder Wasserqualität abgesagt. Deutschlands Grand Prix-Teilnehmer Alexander Studzinski ist das Rennen bereits geschwommen. In seinem dritten Blog-Beitrag erinnert er sich an den Start mit Krokodilen und die Folgen.
Hallo liebe swim.de-Freunde,
mit meinem Arm geht es sehr langsam aufwärts. Ich war letzte Woche mal wieder im Wasser. Es ist leider noch nicht komplett schmerzfrei, aber ich bin definitiv auf dem Weg der Besserung. Leider weiß immer noch kein Arzt, was es eigentlich ist. Nun gut, mittlerweile hoffe ich, dass die Schmerzen von allein wieder weg gehen. Leider ist damit die Saison fast abgeschrieben. Ich habe noch Hoffnung beim FINA Grand-Prix in Ohrid (MKD) über 30 Kilometer zu starten, aber dafür müsste ich in den nächsten zwei Wochen mit dem Training beginnen. Und ob das wirklich klappt, weiß ich noch nicht. Die letzten zwei Möglichkeiten sind ein Wettkampf in Kroatien über "nur" 16 Kilometer und der FINA Grand Prix-Abschluss in Syrien über 30 Kilometer.
Wie Ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, wurde der FINA Grand Prix im Sumidero Canyon in Chiapas (MEX) über 15 Kilometer abgesagt. Die Wasserqualität war wohl nicht so, wie sie sein sollte. Ich war 2007 das einzige Mal dort in Mexiko. Das Rennen ist wirklich wunderschön. Man schwimmt eigentlich die ganze Zeit in dem Canyon, dessen Seitenwände ca. 20 Meter hoch ragen. Nur nach diesem Rennen 2007 bin ich auch sehr krank geworden. Ich denke auch damals lag es am Wasser. Es wurden 10 von 30 Schwimmern krank. Ähnlich wie in Rosario (ARG) dieses Jahr im Januar. Somit finde ich die Entscheidung der FINA richtig, den Wettkampf dort abzusagen.

Noch eine kleine Geschichte am Rande zu dem Wettkampf in Chiapas. Man startet dort nicht, wie sonst üblich, vom Strand aus, also aus dem Wasser, sondern nahe am Strand oder an der Küste. Man begibt sich zunächst auf sein Begleitboot und fährt ca. 2-3 Kilometer zum Start mitten im Canyon. Dies wird so gemacht, da sich am Startpunkt viele Krokodile aufhalten!!! Das Rennen startet auch deswegen recht früh, da zu dieser Zeit diese Viecher wohl noch schlafen. Nun ihr könnt Euch ja denken, dass es nicht unbedingt sonderlich Spaß macht, wenn man zum Start im Boot chauffiert wird, und auf der anderen Seite des Canyon sieht man Krokodile, wie sie sich schön in der Morgensonne räkeln.
Ich muss schon sagen, da hatte ich ein sehr mulmiges Gefühl in der Magengegend, als es zum Start ging. Und gestartet wird dann letztendlich aus dem Boot heraus mitten im Canyon. Des Weiteren war 2007 der Fluss dort sehr dreckig. Es schwamm jede Menge an Abfall rum, wie z.B. Plastikbeutel und -tüten. Es waren viele Äste und Zweige da. Der Fluss war einfach ein kleiner Saustall. Nichtsdestotrotz ist der Canyon wunderschön.
Nächste Woche schreibe ich Euch etwas zum letzten Saisonrennen dieses Jahr in Syrien. Dieses wurde ja erst vor 2 Wochen in den Kalender aufgenommen.
Bis dann Eurer
Studzi

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