Studzis Blog
Alexander Studzinski: Siegessicher im See
Hallo liebe Leser,
wie Ihr in meinem letzten Eintrag lesen konntet, hatte ich am Wochenende zwei Wettkämpfe auf dem Plan.
wie Ihr in meinem letzten Eintrag lesen konntet, hatte ich am Wochenende zwei Wettkämpfe auf dem Plan.
Frischwasser bei den Freiwassermeisterschaften
Am Samstag ging ich bei den Hessischen Freiwassermeisterschaften in Großkrotzenburg an den Start. Die Strecke betrug nur fünf Kilometer auf einem 1,25 Kilometer langen Rundkurs, der folglich viermal zu durchschwimmen war. Die Wassertemperatur war für meine Verhältnisse etwas frisch mit 20,6 Grad Celsius (laut Sprecher). Ich fand es kurz vor dem Start doch ein wenig frisch, und so entschied ich mich, die ersten 400 Meter erstmal ruhig loszuschwimmen. So kam es dann auch, dass ich in einer Gruppe rumhing, als es um die erste Wendeboje ging. Der Schwimmer neben mir wollte unbedingt einen Zweikampf austragen, also gab es ein wenig Gerangel. Nichts Wildes, doch mir war es zuviel, und ich bin dann nach der Boje los und dann die restlichen 4,5 Kilometer sehr alleine im See rumgedümpelt.
Souveräner Sieg
Zwischenzeitlich konnte ich ein par Master-Sportler überholen, was das Ganze etwas kurzweiliger erscheinen ließ. Ich konnte in einer Zeit von 58:12 Minuten mit knapp zwei Minuteb Vorsprung gewinnnen. Als ich diesen Wettkampf das letzte Mal bestritten habe (2009), betrug meine Zeit 57:51 Minuten (aber im alten Blueseventy und bei etwas wärmeren Temperaturen). Alles in allem war der Wettkampf ganz ok. Nur habe ich meine Leiste wieder gemerkt und nun weiss ich, dass ich daran die nächsten Wochen noch deutlich arbeiten muss.
Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden
Am Sonntag hieß es dann wieder sehr früh aufstehen, damit ich rechtzeitig in Raunheim beim Start des Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden war. Es ist schon sehr interessant, wie es bei einer Triathlon-Veranstaltung zugeht. In der Wechselzone ist ein riesen Gewusel. Es ist wirklich beeindruckend, wenn insgesamt mehr als 2.000 Sportler an den Start gehen. Und eines muss ich sagen: Die Fahhräder der Profis beziehungsweise der meisten Altersklassenathleten sehen sehr stylisch aus. Da können wir Schwimmer mit den Jammern und Anzügen nicht mithalten. Und die Teile kosten ja ein halbes Vermögen! Da sind die circa 150,00 Euro für einen Jammer beziehungsweise bis zu 400,00 Euro für die jetzt verbotenen Anzüge ein Klacks.
Rekordversuch in Raunheim
Für mich ging es eineinhalb Stunden nach den Profis dann auch endlich los. Der erste Profi stellte mit 22:44 Minuten einen neuen Schwimmrekord für die 1,9 Kilometer lange Strecke auf. Danach war ich sehr gespannt, was ich hier leisten könnte. Vor zwei Jahren war ich so ziemlich genau zwei Minuten schneller als der damalige Streckenrekord von 23:22 Minuten.
Wir standen am kleinen Strand am Raunheimer Waldsee. Der Kurs war sehr verwinkelt, doch eigentlich ganz o.k. Eine kleine Besonderheit gab es dann trotzdem. Nach 1.350 Metern kam ein kleiner Landgang von knapp 20 Metern, und danach kamen die restlichen 550 Meter bis zum Ausstieg.
Zum Glück bin ich ja die Starts an Land mittlerweile halbwegs gewohnt. Ich habe dann von Beginn reingehauen. Ich habe nach 100 Metern mal fix nach hinten geschaut und noch ziemlich viele Schwimmer an meinen Füßen gesehen. Als die erste kleinere Wendeboje kam, habe ich nochmals zurückgeschaut – und da war plötzlich niemand mehr. Also wurde weiter reingehämmert. Da die Agegrouper 15 Minuten vor mir beziehungsweise den Staffeln gestartet sind, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich so schnell niemanden überhole, jedoch nach knapp 600 Metern habe ich den ersten aus der Gruppe vor mir überholt. Von da an hieß es "Extrem-Zick-Zack-Schwimmen".
Vor dem kurzen Landgang war ich schon ordentlich bedient vom dauernden Überholen, der Hitze und den unbeweglichen Armen vom Neo (das "nach vorne bringen" der Arme wird auf Dauer im Neo anstrengend, da es sehr ungewohnt ist) und der Anstrengung. Beim Landgang hieß es dann kurz die Badekappe zu richten und nicht hinzufallen beim Aufstehen. Das hat dann auch ganz gut geklappt und weiter ging es im Zick-Zack-Kurs Richtung Ausstieg.
Circa einen Meter vor dem Ausstieg dachte ich, dass ich Boden unter meinen Füßen hätte, jedoch weit gefehlt. Ich wollte aufstehen, aber unter mir war nichts als Wasser, und ich habe erstmal dumm aus der Wäsche beziehungsweise dem Wasser geglotzt. Der Ausstieg war eigentlich nur eine Steinkante, und ich wurde dann auch fix von den Helfern rausgezogen.
Nun kam der mit Abstand schlimmste Teil der ganzen Veranstaltung: das Laufen zu meinem Radfahrer. Die Strecke ging schön bergauf im Sand und ewig durch die Wechselzone, denn die Staffelstarter standen in der Nähe der Profis und die waren sehr dicht am Ausgang zur Radstrecke.
Staffel-Sieg am Sonntag
Nachdem ich den Staffelchip an meinen Radfahrer Clemens Coenen übergeben habe, musste ich mir erstmal den Neo vom Leib reißen. Die Hitze darunter war nicht mehr zu ertragen. Ich habe danach auch locker zehn Minuten vor mich hingedampft. Das sah bestimmt ganz lustig aus. Meine Zeit war auch ganz o.k. Ich wurde mit 20:49 Minuten gestoppt. Die Zeit sieht ganz o.k aus. Wobei ich nicht weiß, ob der Kurs auch wirklich 1,9 Kilometer lang war (inklusive Landgang oder auch nicht).
Clemens hat mit 2:27:04 Stunden einen super Radsplit hingelegt. Nur der Gesamtsieger Andreas Böcherer war ein wenig schneller. Danach ging Jan Korbmacher auf den abschließenden Halbmarathon. Er schlug sich ebenfalls sehr gut und war mit 1:21 Stunden sehr fix unterwegs. Unterm Strich stand dann für unsere Staffel eine Gesamtzeit von 4:13 Stunden, was den Sieg bei den Männer-Staffeln bedeutete.
Ich muss sagen, dass mir der ganze Tag einen riesen Spaß gemacht hat. Hoffentlich können wir das nächstes Jahr wiederholen.
So, nun steht morgen früh um 5:45 Uhr das nächste Training an und ich freu mich ja so richtig darauf.
Euer
Studzi
So, nun steht morgen früh um 5:45 Uhr das nächste Training an und ich freu mich ja so richtig darauf.
Euer
Studzi








