Alexander Studzinski ist für Deutschland im Langstrecken-Weltcup am Start. Auf swim.de berichtet er im Blog über Erlebnisse und Ergebnisse.

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Alexander Studzinski ist für Deutschland im Langstrecken-Weltcup am Start. Auf swim.de berichtet er im Blog über Erlebnisse und Ergebnisse.
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Open Water | 17. April 2011

Studzis Blog Alexander Studzinski: Langstreckenschwimmen ist der Kampf Mann gegen Mann

Alexander Studzinski | Open-Water-Schwimmen ist eine faszinierende Wettkampfsportart. Deutschlands Mann auf den Extremdistanzen ist Alexander Studzinski. In seinem ersten Blog-Beitrag erklärt gibt der Wiesbadener einen Überblick über die aufstrebende Sportart.
Hallo liebe swim.de-Gemeinde,
mein Name ist Alexander Studzinski und ich komme aus Wiesbaden. Ich schwimme für den SC Wiesbaden 1911 e.V. Ich bin Langstreckenschwimmer.
Diese wunderschöne Sportart findet nur unter freiem Himmel statt. Es wird dabei in Seen, Meeren, Flüssen oder Kanälen geschwommen. Dabei kämpft man nicht nur gegen die Strömung, Wellen und die Wassertemperatur, die offiziell zwischen 16 und 31 °C liegen sollte, sondern auch direkt Mann gegen Mann. Die Wettkämpfe starten aus dem Wasser heraus und nicht selten sind die Startfelder 30 bis 50 Mann stark. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass es "riesig Spaß macht", mit 50 anderen gemeinsam loszuschwimmen. Das artet nicht selten in ein kleines Gemetzel beim Start aus, wobei unter dem Strich doch recht fair geschwommen wird - bei den Männern mehr, bei den Frauen etwas weniger.
Die Streckenlängen variieren zwischen 5, 10 und 25 km, die auch die offiziellen Strecken sind, die bei DM, EM und WM geschwommen werden. Desweiteren gibt es noch zwei Weltcup-Serien. Die eine wird ausschließlich über die seit 2008 olympische 10-km-Distanz ausgetragen. Die zweite Weltcup-Serie umfässt die Strecken von 15 km bis zu 88 km (!). Das ist in etwa die Strecke von Frankfurt nach Mannheim.
Ich schwimme eher die ganz langen Distanzen. Letztes Jahr wurde ich zum Beispiel beim Weltcup über 88 km in Argentinien in 8:23 Stunden mit nur einer Sekunde Rückstand auf den Sieger unglücklicher Zweiter. Von der Länge her sind diese langen Rennen mit einem Ironman im Triathlon zu vergleichen, der auch ca. 8 Stunden dauert. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass ich erstens "nur" schwimme und nicht drei Disziplinen habe und zweitens meistens drei bis fünf Wettkämpfe in Folge stattfinden. Das heisst, jedes Wochenende über vier Wochen hinweg findet ein langes Rennen statt. Letztes Jahr in Argentinien zum Beispiel ging die Wettkampfreise mit einem kurzen 15-km-Rennen los. Die Woche darauf standen 57 km auf dem Programm und zu guter Letzt die oben erwähnten 88 km.
Das war ein kleiner Überblick über das Freiwasserschwimmen. In den nächsten Wochen werde ich Euch mit Infos über meine Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft im Freiwasserschwimmen im Juni und die anstehenden Weltcup-Rennen versorgen. Dazu kommen bestimmt immer kleine Andekoten von meinen Wettkämpfen, da alles in allem die Reiserei und teilweise die Wettkämpfe an sich, doch ein kleines Abenteuer sind. Man glaubt manchmal nicht, was einem so vor Ort geboten wird. Dazu aber nächste Woche mehr.
Euer Studzi

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