Langstreckenschwimmer Alexander Studzinski (SC Wiesbaden 1911) fühlt sich in warmem Wasser am wohlsten.

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Studzi
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Open Water | 28. Juni 2011

Studzis Blog

Alexander Studzinski: "Ich hasse kaltes Wasser"

Alexander Studzinski | Auch hartgesottene Langstreckenschwimmer haben ihre Wohlfühltemperaturen. Alexander Studzinski bevorzugt Wassertemperaturen von mehr als 20 Grad Celsius. Diese Bedingungen waren bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften nicht gegeben. Der Wiesbadener konnte zwar verletzungsbedingt nicht an den Start gehen, hat aber mit seinen Kollegen, die im Rostocker Stadthafen bei kühlen Temperaturen um WM-Tickets gekämpft haben, mitgefiebert. In seinem neusten Blogbeitrag berichtet er über seine Erfahrungen mit frischem Wasser und Kälte-Blackouts.
Hallo Schwimmfreunde,
die vergangenen zwei Wochen liefen für mich ganz gut. Letzte Woche bin ich insgesamt knapp 52 Kilometer geschwommen. Das ist immer noch recht wenig, aber für einen Neuanfang in Ordnung. Die Zeiten, die ich schwimme, sind zwar noch unterirdisch, aber für die dritte Trainingswoche eigentlich gar nicht so schlecht. Der Arm zickt auch nicht mehr rum, insofern läuft alles nach Plan.

Deutsche Freiwassermeisterschaften

Am Wochenende haben die Deutschen Freiwassermeisterschaften in Rostock stattgefunden. Ich wäre sehr gern dort geschwommen, um mich für die Europameisterschaft oder die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Aber nach der Verletzung und nur drei Wochen Training sind 10 oder 25 Kilometer am Stück doch ein wenig zu viel :-)

Frische Wassertemperaturen

Die Wassertemperaturen im Rostocker Stadthafen sollen ja etwas frisch gewesen sein. Nun ja, ich mag kaltes Wasser auch nicht. Um nicht zu sagen, dass ich es hasse. Ich friere bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius ziemlich schnell ein. Meine Muskeln werden fest und das Schwimmen wird einfach zu Qual. Die Regeln besagen ja, dass wir ab 16 Grad Celsius schwimmen dürfen. Ich finde das ein wenig zu kalt. Fünf Kilometer und eventuell auch 10 Kilometer sind bei diesen Temperaturen ja noch machbar, aber 25 Kilometer sind dann nur qualvoll. Haltet euch mal bei 16 Grad Celsius über fünf Stunden im Wasser auf. Das ist fast unmöglich, geschweige denn einen bei diesen Wassertemperaturen einen Wettkampf zu bestreiten.

Blackout

Ich bin selber schon bei Grand Prix-Rennen in Kanada bei 16 Grad Wassertemperatur gestartet, wo es nach zwei Stunden Wettkampf dann mit 18 Grad Wassertemperatur fast "warm" wurde. Ich kam mit 29 Grad Celsius Körpertemperatur aus dem Wasser und hatte teilweise Blackouts. Kein schönes Gefühl. Ich kann also mitfühlen, wie sich alle am Wochenende gefühlt haben.

Zwei harte Wochen

Die nächsten zwei Wochen werde ich ein kleines Trainingslager in Heidenheim machen. Dazu habe ich mich entschlossen, da das Schwimmbad hier in Wiesbaden die nächsten zwei Wochen geschlossen hat und ich in Heidenheim eine Langbahn zur Verfügung habe. Das werden harte zwei Wochen.
Bis demnächst,
Euer Studzi

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