Studzis Blog
Alexander Studzinski: Frösteln in Brasilien
Hallo liebe Leser,
es ist einige Zeit seit dem letzten Blogeintrag vergangen. Das Training lief bis letzte Woche ganz zufriedenstellend, aber ohne wirklich gut zu sein. Irgendwie fehlt mir noch ein wenig Kraft. Naja, daran wird jetzt ab nächster Woche gearbeitet.
Jetzt zu meiner letzten Woche. Am Dienstag, 6. Dezember, ging es für mich nach Rio de Janeiro zu „Rei do Mar“. Das ist ein Einladungswettkampf, der live im brasilianischen Fernsehen übertragen wird. Mir wurde gesagt, dass es etwa zwei Millionen Zuschauer sein würden, ob das jedoch stimmt, kann ich nicht sagen. Die TV-Bilder aus dem Helikopter sind jedoch ziemlich cool. Man sieht sich selten aus so einer Perspektive schwimmen.
Kühles Nass
Das Rennen fand am Copacabana Beach statt, also an so ziemlich dem selben Ort, an dem das olympische Freiwasserrennen 2016 stattfinden wird. Was mich allerdings dieses Mal sehr überrascht hat, war die sehr niedrige Wassertemperatur. Es waren nur zwischen 17 und 18 Grad, wobei es in den vergangenen beiden Jahren deutlich wärmer war, teils bis zu 25 Grad. Dazu kamen noch schön hohe Wellen, was ja eigentlich so gar nicht mein Fall ist. Nun ja, es muss aber jeder mit den gleichen Bedingungen zurechtkommen.
Der Wettkampf ging über fünf Runden à 850 Meter mit einem kleinen Strandlauf à 50 Meter. Also galt es viermal zu laufen. Das Rennen wurde aufgrund der Live-Übertragung deutlich gekürzt und dauerte nur etwa 42 Minuten.
Starkes Teilnehmerfeld
Zum Verlauf ist diesmal leider nicht viel Gutes zu sagen. Ich hing eigentlich von Anfang an irgendwo im Pack rum und ich kam nie wirklich in meinen Rhythmus. In der letzten Runde musste ich dann vier Schwimmer etwas ziehen lassen und bin dann nur noch so geschwommen, dass ich auf dem fünften Platz geblieben bin. Der Zeitabstand zum Gewinner ist dann auch mit 31 Sekunden recht hoch. So ist es dieses Mal leider nichts mit einem Treppchenplatz geworden, aber das Teilnehmerfeld war auch deutlich stärker.
Top Ten Rei do Mar
1. Trent Grimsey (AUS): 41:58
2. Valerio Cleri (ITA): 41:59
3. Chad Ho (RSA): 42:04
4. Allan do Carmo (BRA): 42:12
5. Alexander Studzinski (GER): 42:29
6. Lucas Kanieski (BRA): 42:48
7. Diego Villarinho (BRA): 42:49
8. Guillermo Bertola (ARG): 43:31
9. Hugo Alberto Ribeiro (BRA): 44:35
10. Matheus Evangelista (BRA): 44:36
Mit Fieber im Flieger
Und wenn man kein Glück hat, dann kommt meistens auch noch Pech dazu. So kam es dann auch, dass ich rund drei Stunden vor meinem Rückflug eine schöne Fieberattacke bekam, was den Rückflug zur Hölle machte. Ich habe entweder gefroren oder geschwitzt und die zwölf Stunden im Flieger haben sich gezogen wie Kaugummi. Dazu musste ich bis heute und wohl auch am Wochenende das Training sausen lassen. Leider habe ich jetzt nur noch fünf Wochen bis zu den Open-Water-Grand-Prix-Rennen in Argentinien und ich hoffe, dass ich am Montag wieder richtig ins Training einsteigen kann. Denn mit einer verschleppten Krankheit zu trainieren macht nicht wirklich Sinn.
So, dann drückt mir die Daumen, dass ich rasch wieder gesund werde und weiter trainieren kann.
Euer
Studzi








