9. Lindauer Seedurchquerung

Nicht nur für die Profis bei den Weltmeisterschaften in Shanghai ist Freiwasserschwimmen ein ergreifender Sport. Für Hobbyschwimmer, die die Faszination Open Water erleben wollen, gibt es zahlreiche Freiwasserwettbewerbe in ganz Deutschland. Einer davon ist die Lindauer Seedurchquerung.

| 22. Juli 2011 | AKTUELL

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Foto >C. Jaehrling

109 Schwimmerinnen und Schwimmer gingen am vergangenen Wochenende bei der 9. Lindauer Seedurchquerung an den Start und genossen den Bodensee vor seiner malerischen Kulisse. Eines hatten sie alle gemeinsam: die pure Freude am Freiwasserschwimmen.

Treibholz im Bodensee

2,3 Kilometer sollte der Kurs vom Eichwaldbad zum Römerbad auf der Lindauer Insel betragen. Doch in der Lindauer Bucht sammelte sich zur Überraschung der Teilnehmer, Organisatoren und des Ausrichters nach stürmischen Tagen eine Unmenge an Treibholz, das die Schwimmstrecke blockierte. Freiwasser-Schwimmer rechnen gewöhnlich mit allem: mit Wind und Wellen und Kälte – aber nicht mit Treibholz im Bodensee.

Doch Organisatoren und Ausrichter blieben souverän, "Die Sicherheit der Schwimmer geht vor!" war hier das Motto. Schnell war eine Lösung gefunden, die zuvor auch ein Räumungsboot des Wasserwirtschaftsamtes nicht herbeiführen konnte: mit den vorhandenen Bojen legte die Wasserwacht einen 1,8 Kilometer langen Dreieckskurs als Ersatzstrecke.

Freiwasser für Jedermann

Geschwommen wurde in den Wertungen Vereins- und Hobbyschwimmer. "Freiwasser-Wettbewerbe für Vereinsschwimmer gab es hier genug", so Sandra Albrecht vom ausrichtenden TSV 1850 Lindau gegenüber der Lindauer Zeitung, "Aber keinen, an dem sich auch Hobbyschwimmer beteiligen können. Deswegen ist die Lindauer Seedurchquerung für beide."

Der Schnellste im Bodensee war Norbert Wild mit einer Zeit von 22:22,11 Minuten. Er ging als Hobbyschwimmer an den Start – und war sogar 27 Sekunden schneller als der Sieger bei den Vereinsschwimmern, Martin Bader vom TSV Dornbirn, der 22:49,49 Minuten benötigte.

Erlebnisbericht von Bruno Baumgartner

Als Vereinsschwimmern hat auch Bruno Baumgartner, der im September den Ärmelkanal durchschwimmen will, an der Seedurchquerung teilgenommen. Erst seit wenigen Tagen ist der schweizer Schwimm-Autodidakt Mitglied in einem Verein. Für den 42-Jährige war das Seeschwimmen ein unvergessliches Erlebnis – über das er in seinem Blog auf swim einen Bericht geschrieben hat, der am Ende des Artikels verlinkt ist.

Termine – Termine – Termine

Und für alle, die ihr persönliches Schwimmerlebnis für diese Saion noch suchen, haben wir in der swim-Termindatenbank mehr als 150 Freiwasser- und Becken-Terminen im In- und Ausland zusammengestellt. Den Link finden Sie unter diesem Artikel. Viel Spaß beim Stöbern und beim Schwimmen!