673 Menschen vor dem Ertrinken gerettet

Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben im vergangenen Jahr 673 Menschen vor dem Tod durch Ertrinken bewahrt. Bei 82 Einsätzen mussten sie sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um ein anderes zu retten. Diese Zahlen gab DLRG-Vizepräsident Achim Haag heute bekannt.

| 9. Juni 2016 | AKTUELL

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Die Einsatzbilanz weist zudem 6.961 vorbeugende Hilfeleistungen für Wassersportler aus, die an Küsten und Binnengewässern in Not gerieten. Das sind rund 200 Einsätze mehr als 2014. 36.909 Mal leisteten die Wasserretter Erste Hilfe am und im Wasser.

In der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung konnten die Lebensretter einen Abwärtstrend stoppen. Die Ausbilder am Beckenrand haben im vergangenen Jahr 219.765 Prüfungen abgenommen, das sind 16.134 mehr als im Jahr zuvor. Haag bezeichnete es als bemerkenswert, dass trotz des Bädersterbens mehr als 67.000 Rettungsschwimmprüfungen erfolgreich abgelegt wurden.

Keine Nachwuchssorgen

Mehr als 26.000 junge Menschen hätten zum ersten Mal mit dem Rettungsschwimmabzeichen Silber die Eignung für den Wasserrettungsdienst erworben. „Mit diesem Ergebnis brauchen wir uns hoffentlich keine Sorgen um unseren Nachwuchs auf den Wachstationen zu machen. Allerdings müssen wir dieses Niveau halten und für die Zukunft ausbauen“, bilanziert Achim Haag die Ausbildungsleistung.

Trotzalledem erreichte die Zahl der Ertrunkenen 2015 einen traurigen Höchststand der letzten Jahre. 488 Tote verzeichnete die DLRG, wobei über die Hälfte (254) der Menschen in den Sommermonaten Juni bis August ertrank.