66.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet

Beeindruckende Bilanz: Im Laufe der 100-jährigen Geschichte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben Helfer mehr als 66.000 Menschen vor dem Tod durch Ertrinken gerettet. Das gab jetzt DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens wenige Tage vor dem 100. Geburtstag der Gesellschaft in Berlin bekannt.

| 16. Oktober 2013 | AKTUELL

DLRG | DLRG bei der Freiwasser-DM 2011 in Rostock.

DLRG bei der Freiwasser-DM 2011 in Rostock.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Bei 9.000 Einsätzen mussten die Rettungsschwimmer sogar ihr eigenes Leben riskieren, um ein anderes zu erhalten. Damit nichts passiert, bewachen in jedem Jahr 50.000 Männer und Frauen von der DLRG Badestellen an Nord- und Ostsee sowie an Seen.

Gegründet wurde die DLRG am 19. Oktober 1913 in Leipzig. Im wilhelminischen Kaiserreich ertranken jährlich 5.000 Menschen und nur zwei bis drei Prozent konnten schwimmen. In 100 Jahren sei es gelungen, die Zahl der Todesfälle um 92 Prozent zu senken und das Schwimmen zur Mode zu machen.

Das Konzept aus Aufklärung der Bevölkerung, Schwimm- und Rettungsschwimm-Ausbildung sowie Lebensrettung habe sich bewährt und sei erfolgreich. Seit 1950 hätten 21,7 Millionen Menschen bei den Ausbildern der DLRG schwimmen gelernt. 5,5 Millionen Männer und Frauen hätten eine Rettungsschwimmprüfung erfolgreich absolviert und seien in der Lage, Menschen vor dem Ertrinken zu retten.

„Heute ist die DLRG mit 1,2 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt und größter Anbieter von Schwimmkursen in Deutschland“, freute sich Dr. Wilkens über 100 Jahre ehrenamtliche, humanitäre Arbeit.