392 Menschen ertranken 2014 in Deutschland

Traurige Statistik: 2014 sind in deutschen Gewässern 392 Menschen ertrunken, 54 weniger als im Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle ereigneten sich in den Sommermonaten Juni, Juli und August, das gab jetzt Hans-Hubert Hatje, Präsident der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), bekannt

| 19. März 2015 | AKTUELL

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Foto >Sonja Schleutker-Franke / spomedis

Die meisten Menschen (197) starben laut DLRG-Statistik in Küsten- oder Binnengewässern, 150 Personen kamen in Flüssen ums Leben, 137 in Seen und 20 in Kanälen. 34 Menschen starben in den Wellen von Nord- und Ostsee. „Die Anzahl der Todesfälle im Meer liegt mit 8,7 Prozent deutlich über denen der Vorjahre. 26 Opfer ertranken allein in der Ostsee“, sagt Hatje.

Lebensgefahr in der Ostsee

Mitverantwortlich für diese hohe Opferzahl seien unter anderem im Juli starke Winde aus Ost und Nordost, die gefährliche Unterströmungen verursachten und viele Schwimmer in Lebensgefahr brachten. Von der außergewöhnlichen Windrichtung seien vor allem die Ostseeküsten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein betroffen. „Die Rettungsschwimmer der DLRG haben viele Menschenleben in letzter Minute aus lebensbedrohenden Situationen gerettet und somit weitere Todesfälle durch Ertrinken verhindert“, so Hans-Hubert Hatje weiter.

DLRG-App soll warnen

Um Touristen und Badegäste zukünftig besser auf ihren Badeurlaub und die Gefahren vorzubereiten, startet die DLRG zum Beginn der Urlaubszeit eine Informationsoffensive mit einer speziellen DLRG-App, flächendeckend an den Küsten verbreiteten Faltblättern und weiteren Hinweisen zum sicheren Badevergnügen.

Zu den 392 Todesopfern zählen auch fünf Kleinkinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren, die in einem privaten Gartenteich oder Swimmingpool ertranken.