1.600 Meter in 21:38 Minuten – bei 3,4 Grad Wassertemperatur

Extremschwimmer Christof Wandratsch ist immer für einen Schwimmrekord gut. Er war erster deutscher Europameister über 25 Kilometer und stellte Bestzeiten im Ärmelkanal und Bodensee auf. Kurz nach Weihnachten schwamm der 48-jährige Bayer die Eismeile – natürlich in Rekordzeit.

| 16. Januar 2015 | AKTUELL

Ice Swimming German Open | Impressionen von den 1. Ice Swimming German Open

Impressionen von den 1. Ice Swimming German Open

Foto >Martin Tschepe

In 21:38 Minuten legte Wandratsch die Meile (1.609 Meter) im 3,47 Grad kalten Wöhrsee zurück. Damit war er wenige Sekunden schneller als James Bridges, der vergangenes Jahr in England die gleiche Distanz in 21:43 Minuten geschwommen war. Wandratsch ist seit Einführung der Eismeile durch die International Ice Swimming Association (IISA) 2009 der erste Deutsche, der die Strecke bewältigte. Inzwischen gelang dies auch dem Stuttgarter Bruno Dobelmann in 55 Minuten. Insgesamt zählt die IISA bisher 135 erfolgreiche Versuche, davon 28 durch Frauen.

Die Regeln für die Eismeile sind denkbar einfach. Die Strecke muss in einem Stück in einem maximal fünf Grad warmen Gewässer absolviert werden. Der Schwimmer darf keine Hilfe annehmen und während des Schwimmens keine Gegenstände (etwa ein Boot) berühren oder sich vom Boden abstoßen. Erlaubt ist lediglich ein normales Schwimmtextil, Schwimmbrille sowie Badekappe.

Für Christof Wandratsch war das Rennen in Burghausen quasi eine Vorbereitung auf die Premiere der Ice Swimming German Open, die er zwei Wochen später an gleicher Stelle mitinitiierte. Dabei gewann der Lokalmatador über 450 und 1.000 Meter (Bildergalerie).