Anspruchsvoll und elegant: Der Delfin-Armzug

Der Delfinstil gilt als die anspruchsvollste Lage beim Schwimmen. Doch wer die Technik verinnerlicht hat, bereichert damit sein Schwimmtraining um ein Vielfaches - und zieht bewundernde Blicke im Schwimmbad auf sich. Wir zeigen, wie es geht.

| 23. März 2016 | ARENA ONLINE SWIM ACADEMY

Alexandra Wenk - Vorlauf 4 x 100 m Lagen-2

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Bei keinem anderen Schwimmstil ist das Zusammenspiel von Technik, Kraft und Koordination so deutlich zu erkennen wie beim Delfinschwimmen. Das Vorschwingen beider Arme gleichzeitig über Wasser ist besonders kraftraubend und über mehrere Bahnen praktisch nur durch die Unterstützung der wellenartigen Gesamtbewegung zu schaffen. Entscheidend ist dabei die Koordination aus Arm-, Hüft- und Beinbewegung. Nur im Zusammenspiel dieser Teilbewegungen entsteht ein flüssiger und effizienter Schwimmstil.

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arena swim academy online: Alexandra Wenk zeigt den perfekten Delfin-Armzug

So funktioniert der Delfin-Armzug

Der Armzug beginnt mit dem Eintauchen der Hände mit gestreckten Armen weit vor dem Kopf. Dabei ist es wichtig, auf einer Linie mit den Schultern ins Wasser zu stechen und sich zu strecken, um den frontalen Widerstand so gering wie möglich zu halten. Denn während dieser Phase erzeugen Delfinschwimmer keinen Vortrieb. Im Anschluss ziehen beide Arme in einer ähnlichen Bewegung wie beim Kraulschwimmen gleichzeitig nach hinten. Das Anstellen der Ellbogen und die nach hinten gerichteten Antriebsflächen sind dabei entscheidend für einen effektiven Abdruck. Am Ende der Unterwasserphase verlassen die Hände auf Hüfthöhe das Wasser und werden in einem weiten Bogen wieder nach vorn gebracht.

Timing beim Atmen

Die meisten Schwimmer bevorzugen die Atmung bei jedem oder jedem zweiten Zug nach vorn, doch gerade im Topbereich gibt es zahlreiche Athleten, die ihren Kopf leicht zur Seite drehen wie beispielsweise die beiden besten deutschen Delfinschwimmerinnen Alexandra Wenk und Franziska Hentke. Beiden Techniken ist gemein, dass das Timing mit dem Armzyklus absolut stimmen muss, denn hebt der Schwimmer den Kopf zu früh oder spät sinkt die Geschwindigkeit rapide ab. Optimal wird der Kopf für das Atmen nicht ruckartig, sondern kontinuierlich während des Unterwasserzugs angehoben. Er erreicht seinen höchsten Punkt - wenige Zentimeter über der Wasserlinie genügen - in dem Moment, in dem die Hände aus dem Wasser gehoben werden. Nach der Atmung tauchen Gesicht und Kopf zusammen mit den Armen für den nächsten Zug ins Wasser ein.

Werden Sie zum Delfin: Diese Technikübungen helfen Ihnen dabei.