Zwei Tote bei Freiwasserschwimmen in Hongkong

Bei einem Freiwasserschwimmen in Hongkong sind zwei Teilnehmer ums Leben gekommen. Das Jedermann-Event über 1.500 Meter fand einen Tag nach dem Weltcupfinale im Hafen der Metropole statt. Die FINA kündigte eine Untersuchung an.

| 19. Oktober 2016 | AKTUELL

Hongkong | Bei dem Rennen in Hongkong schwimmen die Teilnehmer durch den Hafen der Metropole (Archivbild von 2013).

Bei dem Rennen in Hongkong schwimmen die Teilnehmer durch den Hafen der Metropole (Archivbild von 2013).

Foto >dreamstime.com ( Mike K.)

Beide Schwimmer, ein Mann und eine Frau, wurden bei dem Rennen am Sonntag bewusstlos aus dem Wasser geborgen. Während der 46 Jahre alte Schwimmer Medienberichten zufolge nicht wiederbelebt werden konnte und noch an Ort und Stelle starb, wurde die Schwimmerin erst zwei Tage später für tot erklärt. Beide Teilnehmer sollen in der "Freizeit-Kategorie" für langsame Schwimmer gestartet sein. Weitere Details sind bisher nicht bekannt.

Obwohl das Rennen, welches bei den Frauen von Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal gewonnen wurde, nicht von der FINA ausgerichtet wurde, kündigte der Schwimmweltverband bereits nach dem ersten Todesfall eine umfassende Untersuchung der Vorfälle zusammen mit dem lokalen Amateurschwimmverband an. Ziel sei es, die Sicherheit und die Organisationen "bei zukünftigen Massenwettbewerben im Freiwasser" zu verbessern, hieß es in einem Statement. Die FINA organisierte einen Tag vor dem Jedermannrennen das Saisonfinale im 10-Kilometer-Weltcup an selber Stelle. Dabei waren auch vier deutsche Topschwimmer am Start.

Die Schwimmveranstaltung Hong Kong Cross Harbor findet seit 2011 jährlich statt. Zuvor war es 30 Jahre lang wegen Bedenken um die Wasserqualität ausgesetzt worden. In diesem Jahr nahmen rund 3.000 Athleten teil. Das sind 500 mehr als vor einem Jahr. Lokale Medien berichteten, dass die Zahl der Rettungsschwimmer lediglich um zehn auf insgesamt 120 erhöht worden sei.