Zellmann zur WM - Koch schwimmt hinterher

Weltmeister Marco Koch hat zum Auftakt der 129. Deutschen Meisterschaften über 100 Meter Brust die WM-Norm verpasst. Für ein starkes Resultat sorgte dafür Freistilschwimmer Poul Zellmann.

| 15. Juni 2017 | AKTUELL

Poul Zellmann freut sich über sein gelungenes Rennen.

Poul Zellmann freut sich über sein gelungenes Rennen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Zellmann legte im Vorlauf über 400 Meter Freistil die beste Zeit aller Teilnehmer vor und qualifizierte sich in 3:47,68 Minuten für die Weltmeisterschaften nächsten Monat in Budapest. Der Essener unterbot die neu eingeführte WM-Norm der unter 23-Jährigen um eine halbe Sekunde. Hinter Zellmann kamen Henning Mühlleitner (3:48,34 min) und Clemens Rapp (3:48,77 min) im Vorlauf auf die Plätze zwei und drei. Das Finale findet heute Abend statt.

Außer Zellmann gelang es am ersten DM-Tag nur dem Brustschwimmer Fabian Schwingenschlögl sich für die WM zu empfehlen. Der für Nürnberg startende USA-Student gewann den 100-Meter-Vorlauf in 1:00,04 Minuten vor Christian vom Lehn (1:00,44 min) und Marco Koch (1:00,79 min). Schwingenschlögl blieb damit zwar unter der vom DSV geforderten WM-Normzeit von 1:00,26 Minuten, muss im Finale aber mindestens eine 59,45 folgen lassen, um tatsächlich in Budapest dabei zu sein.

Marco Koch wurde im Vorlauf nur Dritter.

Marco Koch wurde im Vorlauf nur Dritter.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Erste Titel vergeben

Die arrivierten Schwimmer bekleckerten sich am Donnerstagmorgen allesamt nicht mit Ruhm. Wie Koch über 100 Meter Brust verpassten Christian Diener und Jan-Philip Glania über 100 Meter Rücken ebenso die WM-Norm wie Jessica Steiger und Vanessa Grimberg über 200 Meter Brust oder Sarah Köhler über 400 Meter Freistil.

Die ersten Titel der Meisterschaften sicherte sich über 4 x 200 Meter Freistil die SSG Saar Max Ritter. Zunächst schwamm die Frauenstaffel mit Annika Bruhn, Marlene Hüther, Antonia Massone und Celine Rieder fast 20 Sekunden schneller als die Konkurrenz. Im Anschluss waren auch die Saarbrücker Männer nicht zu schlagen und gewannen Gold.