Würzburg holt beide Titel und sorgt erneut für Diskussionen

Der SV Würzburg 05 hat beim deutschen Mannschaftswettbewerb DMS groß abgeräumt. Die Unterfranken holten in Essen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Meisterschaft.

| 6. Februar 2017 | AKTUELL

Würzburg | Die siegreichen Schwimmer aus Würzburg.

Die siegreichen Schwimmer aus Würzburg.

Foto >Thomas Stuckert

Die Würzburger Männer verteidigten ihren Titel und holten ihren insgesamt dritten DMS-Sieg nach 2009 und 2016. Die von Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz betreute Truppe erzielte in 39 Rennen 390 Punkte mehr als die Schwimmer des Potsdamer SV. Platz drei belegte die SG Essen. Würzburg lag bereits nach dem ersten von drei Abschnitten in Front und hielt seinen Vorsprung bis zum Schluss. Die beste Einzelleistung des Wettbewerbs erzielte Olympiafinalist Christian Diener. Für seine 50,72 Sekunden über 100 Meter Rücken erhielt der Potsdamer 897 Punkte.

Männer (Endstand)

PlatzTeamPunkte

1

SV Würzburg 05

28.544

2

  1. Potsdamer SV

28.154

3

SG Essen

27742

4

SG Stadtwerke München

26.769

5

SG Frankfurt

26.369

6

SSG Saar Max Ritter

26.130

7

SG EWR Rheinh. Mainz

25.836

8

SC Magdeburg

25.684

9

SV Halle/Saale

25.604

10

SG Neukölln Berlin

24.886

11

SG Dortmund

24.533

12

SV Nikar Heidelberg

22.619

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Würzburg | Zum zweiten Mal Mannschaftsmeister bei den Frauen: Der SV Würzburg 05.

Zum zweiten Mal Mannschaftsmeister bei den Frauen: Der SV Würzburg 05.

Foto >Thomas Stuckert

Diener und Beck mit besten Leistungen

Auch die Würzburgerinnen hatten bereits früh in Führung gelegen und praktisch nie Zweifel am zweiten Triumph nach 1971 aufkommen lassen. Mit 717 Punkten Vorsprung auf die SG Essen, die zuvor achtmal in Serie gewonnen hatte, fiel die Entscheidung für die SV05-Frauen relativ deutlich aus. Auf Platz drei schwamm der SV Nikar Heidelberg. Leonie Beck (Würzburg) gelang mit ihrer Zeit von 4:04,20 Minuten über 400 Meter Freistil die punktbeste Leistung des Wettkampfs (885 Punkte).

Frauen (Endstand)

PlatzTeamPunkte

1

SV Würzburg 05

28.301

2

SG Essen

27.584

3

SV Nikar Heidelberg

27.232

4

SC Magdeburg

26.731

5

SSG Saar Max Ritter

26.493

6

SG Frankfurt

26.474

7

Wfr. Spandau 04 I

25.664

8

SG Dortmund

25.479

9

SV Halle/Saale

25.006

10

SG Neukölln Berlin

24.986

11

SG Stadtwerke München

24.767

12

SG Bayer

23.777

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Meister setzte auf internationale Stars

Für Diskussionsstoff im Essener Sportbad Thurmfeld sorgte die Aufstellung der Würzburger, die ihre Teams wiederholt mit internationalen Spitzenschwimmern verstärkten. So holte bei den Frauen die vierfache Olympiateilnehmerin und Staffel-Europameisterin Zsuzsanna Jakabos aus Ungarn bei ihren fünf Starts im Schnitt über 810 Punkte. Bei den Männern kamen Jakabos' Landsmänner Gabor Balog und Krisztian Takacs zu Einzelsiegen. Beide waren schon bei Olympischen Spielen am Start.

Insgesamt setzte Stefan Lurz drei Schwimmerinnen und fünf Schwimmer ein, die einzig und allein in der Bundesliga für Würzburg zum Einsatz kommen. Während Clubpräsident Thomas Lurz diese regelkonforme Praxis mit Verweis auf Fußball und Handball gutheißt, kritisieren andere auf Facebook, der Verein würde das Renommee dieses einzigartigen Mannschaftswettbewerbs aufs Spiel setzen und auf Kommerzialisierung setzen statt den Nachwuchs zu fördern. Bereits im vergangenen Jahr war es deshalb zu einem Eklat gekommen.