Wegen "Lügenaffäre": Lochte verpasst zwei Weltmeisterschaften

Der erfundene Raubüberfall während der Olympischen Spiele in Rio hat für Ryan Lochte nun auch sportliche Folgen. Der Olympiasieger wurde vom US-Verband für zehn Monate gesperrt, schreiben US-Medien.

| 8. September 2016 | AKTUELL

Michael Phelps und Ryan Lochte im Finale über 200 m Lagen | Ryan Lochte (rechts) konnte Michael Phelps in Rio nicht das Wasser reichen.

Ryan Lochte (rechts) konnte Michael Phelps in Rio nicht das Wasser reichen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Wie die Deutsche Presseagentur DPA mit Verweis auf CNN berichtet, darf Lochte bis Mitte 2017 keine Wettkämpfe bestreiten. Damit würde der 32-Jährige sowohl die Kurzbahn-Weltmeisterschaften im Dezember in Kanada als auch die Langbahn-WM im kommenden Jahr verpassen. Die Titelkämpfe finden vom 14. bis 30. Juli in Budapest statt. Eine Bestätigung der Suspendierung durch USA Swimming gibt es bisher nicht.

Lochte und sein US-Teamkollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten während der Spiele einen Raubüberfall auf sich erfunden, um vom eigenen Missverhalten abzulenken. Die vier hatten an einer Tankstelle randaliert, gegen eine Wand uriniert und waren dafür von Sicherheitskräften gestellt worden. Später behaupteten die Sportler, mit vorgehaltener Waffe überfallen worden zu sein.

Lochte ist inzwischen in Brasilien wegen Falschanzeige angeklagt worden. Weil er unter anderem Sponsoren wie Speedo und Ralph Lauren verlor, soll ihm laut Medienberichten bereits ein finanzieller Schaden in Millionhöhe entstanden sein. Bentz, Conger und Feigen sollen angeblich für vier Monate gesperrt werden.