Siege für Heintz - Köhler verbessert DDR-Rekord

Die Berliner Schwimmhalle an der Landsberger Allee hat sich erneut als extrem schnelles Becken erwiesen. Beim Weltcup auf der 25-Meter-Bahn sorgten die Schwimmstars für Topzeiten.

| 8. August 2017 | AKTUELL

Sarah Köhler schwamm deutschen Rekord über 400 Meter Freistil.

Sarah Köhler schwamm deutschen Rekord über 400 Meter Freistil.

Foto >Daniel Kopatsch / spomedis

Für das Highlight aus deutscher sorgte Sarah Köhler über 400 Meter Freistil. In 4:01,03 Minuten verbesserte die Frankfurterin den über 30 Jahre alten deutschen Rekord von Astrid Strauß aus Berlin. Die damalige Weltmeisterin war 1987 in Bonn 4:02,05 Minuten geschwommen. Köhler, die hinter Weltrekordlerin Mireia Belmonte (3:57,79 min) als Zweite anschlug, unterbot ihre persönliche Bestleistung um über eine Sekunde und ist jetzt nicht mehr weit entfernt von der 4-Minuten-Schallmauer.

Deutschen Rekord schwamm auch die Magdeburgerin Aliena Schmidtke. Über 50 Meter Schmetterling schlug die 24-jährige Magdeburgerin beim Sieg von Sarah Sjöström (24,57 s) nach 25,64 Sekunden als Sechste an. Damit blieb sie unten den 25,73 Sekunden, die Antje Buschschulte 2006 in Hamburg geschwommen war. Die einzigen Weltcupsiege für das deutsche Team erschwamm Philip Heintz über 200 und 400 Meter Lagen (1:52,64 Minuten und 4:05,16 Minuten). Aufs Podest schafften es außerdem Christian Diener und Nadine Lämmler mit dritten Plätzen über 200 Meter Rücken.

Kromowidjojo schwimmt Weltrekord

Für absolute Weltklasse im Berliner Pool sorgten internationale Schwimmstars wir Sjöström, Chad le Clos, Katinka Hosszu oder Vladimir Morozow. Für zwei Weltrekorde sorgten Ranomi Kromowidjojo über 50 Meter Freistil und Hosszu über 100 Meter Lagen. Während die Ungarin in 56,51 Sekunden ihre eigene knapp zwei Jahre alte Bestmarke um 0,16 Sekunden unterbot, bewies die niederländische Doppel-Olympiasiegerin von 2012, dass die kurzen Freistilstrecken noch nicht gänzlich in Sarah Sjöströms Hand liegen. Die schwedische Weltmeisterin hatte Kromowidjojo den Weltrekord erst vor wenigen Tagen in Moskau abgenommen und die Marke von 23,24 Sekunden auf 23,10 Sekunden gesenkt. In Berlin konterte Kromowidjojo und blieb in 22,93 Sekunden als erste Frau unter 23 Sekunden. Sjöström schlug in 23,00 Sekunden als Zweite an.

Der Weltcup wird am 11. und 12. August in Eindhoven fortgesetzt.