Schweden dominieren Swimrun-WM - Faris Al-Sultan 13.

Schwedens Swimrunner haben die 11. Weltmeisterschaften im Stockholmer Schärengarten dominiert. Die Lokalmatadoren sicherten sich fast sämtliche Podestplätze. Ex-Triathlet Faris Al-Sultan wurde mit seinem Teamkollegen 13.

| 6. September 2016 | AKTUELL

Swimrun | Zwei Swimrunner starten den nächsten Laufpart.

Zwei Swimrunner starten den nächsten Laufpart.

Foto >Nadja Odenhage

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gewannen schwedische Duos den WM-Titel, im Mixed-Wettbewerb war eine schwedisch-australische Kombination am schnellsten. Die beste Zeit des Tages erzielten Lelle Moberg und Daniel Hansson, die es nach zwei Jahren beim Ötillö erneut ganz oben aufs Podest schafften. Sie bewältigten die Distanz von 65 Kilometer Laufen und 10 Kilometer Schwimmen von der Insel Sandhamn nach Utö in neuem Streckenrekord von 7:59:04 Stunden.

Als erster Deutscher erreichte Ex-Triathlon-Weltmeister Faris Al-Sultan mit seinem schwedischen Partner Peter Oom das Ziel. Sie benötigten 9:18:01 Stunden und wurden 13. Knapp dahinter kamen die Hamburger André Hook und Wolfgang Grohé auf Platz 14. Das einzige deutsche Frauen-Duo Nico Gross und Kathrin Lösing musste das Rennen vorzeitig beenden.

"Wahnsinnige Entwicklung"

"Ötillö ist definitiv eine unglaubliche Erfahrung. Die Distanz ist riesenlang, das Wasser ist kalt, die Läufe sind technisch anspruchsvoll und es ist sehr gut organisiert“, sagte Ironman-Hawaiisieger Al-Sultan nach seinem ersten Swimrun. "Wir waren die ersten zwei Stunden vorne mit den Topteams unterwegs, aber dann kamen Kleinigkeiten, die dazu geführt haben, dass wir zurückgefallen sind." André Hook resümierte: "Am Anfang wurden wir durchgereicht, daher sind wir sehr zufrieden über das, was wir am Ende erreicht haben. Die Leistungsdichte wird immer größer. Man sieht, dass der Swimrun eine wahnsinnige Entwicklung durchläuft."

Den Leistungsanstieg im Swimrun verdeutlichen nicht nur die Streckenrekorde in allen drei Kategorien. Denn auch in der Breite werden die Athleten beim ständigen Wechsel aus Trailrunning und Open-Water-Swimming immer besser. So hätte die Zeit des deutschen Duos Grohé und Hook vor einem Jahr noch zu Platz sechs gereicht.

Mit der WM in Schweden neigt sich die Ötillö-Saison dem Ende entgegen. Ein Highlight steht aber noch aus. Am 22. und 23. Oktober findet in Rheinsberg in der Mecklenburgischen Seenplatte das erste Event in Deutschland statt.