Polizeieinsatz wegen vergessener Eintrittskarte

Selbst als Bundesliga-Wasserballer sollte man stets seine Eintrittskarte dabei haben. Sonst kann es einem ergehen wie Remi Saudadier vom deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04. Weil der Franzose über ein Drehkreuz sprang, rief ein Mitarbeiter die Polizei.

| 6. Januar 2017 | AKTUELL

Leine | Kuriose Szene im Schwimmbad Schöneberg.

Kuriose Szene im Schwimmbad Schöneberg.

Foto >Silke Insel / spomedis

Von einer kuriosen Szene in der Schwimmhalle Schöneberg berichtete gestern die Berliner Zeitung BZ: Gestenreich redet ein Schwimmmeister am Beckenrand auf den Badehosen tragenden Saudadier ein. Doch die Verständigung ist schwierig. Der 1,98 Meter große und 105 Kilo schwere Nationalspieler spricht nur Französisch. Dann kommen Spandau-Manager Peter Röhle und Trainer Petar Kovacevic sowie zwei Polizisten dazu. Der Bad-Mitarbeiter pocht auf sein Hausrecht. Er verlangt, dass der Spieler die Halle verlässt, weil er keine Eintrittskarte dabei habe. Schließlich muss Saudadier tatsächlich das Training abbrechen.

Was war passiert?

Laut BZ hatte Saudadier keine Karte dabei, um das Drehkreuz am Eingang zu öffnen. Um trotzdem am Training teilnehmen zu können, springt der 30-Jährige einfach über die Schranke und geht in die Umkleide. Matthias Oloew, Sprecher der Berliner Bäderbetriebe, schildert die Situation gegenüber dem Blatt so: "Der Wasserballer wurde lediglich gebeten, zu warten bis der Trainer da ist. Darüber hat er sich sehr aufgeregt und ist über die Absperrung gesprungen. Der Bademeister hat ihn aufgehalten und die Polizei alarmiert."

Am Ende schaukelte sich die Angelegenheit hoch. Der Schwimmmeister wirft dem Spieler Hausfriedensbruch und Erschleichen von Leistungen vor. Alles Argumentieren nützt nichts, Saudadier muss raus. Manager Röhle: "Die Polizisten und ich redeten eine Stunde auf ihn ein, er ließ sich nicht erweichen. Er habe das Hausrecht.“

Konsequenzen wird die Aktion wohl nicht haben. "Aus unserer Sicht gibt es kein Fehlverhalten durch unseren Mitarbeiter. Und beim nächsten Mal darf der Herr auch wieder rein", erklärt Oloew von den Bäderbetrieben.