Platz sieben statt Medaille: Marco Koch geschlagen

Gibt es nach London in Rio die nächste Medaillen-Nullnummer für die deutschen Schwimmer? Nach Paul Biedermann hat auch die größte Medaillenhoffnung Marco Koch Edelmetall verpasst.

| 11. August 2016 | Aktuell

Marco Koch | Marco Koch

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Nicht weniger als Olympiasieger wollte Marco Koch werden, das hat der 26-jährige Weltmeister selbst immer wieder betont. Doch im Finale von Rio konnte der Darmstädter nicht sein volles Leistungspotential abrufen und wurde Siebter. In einem engen Rennen fehlten Koch am Ende 0,54 Sekunden zum Sieg und 0,30 Sekunden zu Bronze.

Dmitriy Balandin, Anton Chupkov | Dmitriy Balandin, Anton Chupkov

Balandin (rechts) und Chupkov jubeln über Gold und Bronze.

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Nach Platz sieben im Halbfinale musste Koch auf der Außenbahn ins Rennen gehen. Dort hielt er sich bis zum Endspurt stets in der Mitte des Feldes auf. Nach 50 Metern wendete der Weltmeister als Dritter, bei 100 und 150 Meter war er Vierter. Am Ende wurden Kochs Züge immer kürzer. In 2:08,00 Minuten erzielte er eine Zeit, die er dieses Jahr schon mehrfach unterboten hatte.

„Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Es ging einfach nicht schneller, ich weiß auch nicht wieso“, sagte Koch der ARD. „Was mich traurig macht, ist, dass ich schon dreimal schneller geschwommen dieses Jahr und ich nicht das Beste zeigen konnte.“

Besser machte es der Kasache Dimitry Balandin, der nur als Achter ins Finale gerutscht war und wie Koch auf der Außenbahn schwimmen musste - allerdings auf der anderen Seite des Beckens. Balandin übertrumpfte im Schlussspurt die höher eingeschätzten Japaner und behauptete sich in 2:07,46 Minuten vor US-Meister Josh Prenot. Bronze holte der Russe Anton Chupkov. Es ist das erste Schwimm-Olympiagold für Kasachstan.

200 Meter Brust

Platz Name Zeit

1

Dmitriy Balandin (Kasachstan)

2:07,46 min

2

Josh Prenot (USA)

2:07,53 min

3

Anton Chupkov (Russland)

2:07,70 min

4

Andrew Willis (Großbritannien)

2:07,78 min

5

Yasuhiro Koseki (Japan)

2:07,80 min

6

Ippei Watanabe (Japan)

2:07,87 min

7

Marco Koch (Darmstadt)

2:08,00 min

8

Kevin Cordes (USA)

2:08,34 min

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