Philip Heintz: "Ich freue mich tierisch"

Philip Heintz schwimmt seit den Olympischen Spielen auf der Erfolgswelle. Dass er seinen deutschen Kurzbahnrekord über 200 Meter Lagen knapp verpasste, störte den Heidelberger nicht im geringsten. Wir analysieren das Rennen.

| 19. November 2016 | AKTUELL

Philip Heintz | Philip Heintz dominierte das Finale vom Start weg.

Philip Heintz dominierte das Finale vom Start weg.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Frisch rasiert sprang Heintz zum DM-Finale über 200 Meter Lagen ins Becken und zeigte damit schon vor dem Start, dass ihm nicht nur der Sieg, sondern vor allem die Zeit wichtig ist (sehen Sie hier die besten Bilder vom Rennen). Erst vor drei Monaten war der 25-Jährige im selben Becken deutschen Rekord geschwommen, 1:51,92 Minuten zeigte die Uhr damals bei seinem Weltcup-Sieg an.

Rennanalyse 200 Meter Lagen

DistanzZwischenzeit Deutscher RekordZwischenzeit DM KurzbahnDifferenz

50 m

24,55

24,80

  • 0,25 s

100 m

53,02 (28,47)

53,77 (28,93)

  • 0,75 s

150 m

1:25,15 (32,13)

1:25,28 (31,51)

  • 0,13 s

200 m

1:51,92 (26,77)

1:52,17 (26,89)

  • 0,25 s
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Angriff auf der Brust-Distanz

Im Vergleich zum Rennen am 31. August ging Heintz diesmal etwas verhaltener an. Nach 24,80 Sekunden wendete der Student von der Schmetterlings- in die Rückenlage. Auch dort verlor er gegenüber seinem Rekord etwas an Boden. Doch offenbar hatte sich Heintz eine etwas andere Einteilung vorgenommen, denn über die Brust-Teilstrecke drehte er kräftig auf. Nur 31,51 Sekunden benötigte er für die beiden Bahnen, wodurch er fast den gesamten Rückstand ausglich. Die Entscheidung über den Rekord fiel dann auf der Freistilstrecke. 13 Hundertstel hätte er noch gutmachen müssen, was ihm aber nicht mehr gelingen sollte. In 1:52,17 Minuten war er am Ende nur 0,25 Sekunden langsamer. 

"Ich freue mich tierisch über diese Zeit, fast mehr als über den Deutschen Rekord vom Weltcup", sagte Heintz. "Trotz Bundeswehrlehrgang hat es super funktioniert. Ich denke, dass liegt daran, dass ich vier Jahr lang im Training Vollgas gegeben habe. Da steckt man vier bis fünf Monate mit wenig Training gut weg.“