Olympiasiegerin schlägt Weltrekordlerin

Kleine Überraschung über 100 Meter Freistil: Trotz ihres Weltrekords in der Staffel vor fünf Tagen konnte Sarah Sjöström das WM-Finale nicht gewinnen. Simone Manuel war schneller.

| 28. Juli 2017 | AKTUELL

Nach Olympia- jetzt auch Weltmeisterin: Simone Manuel (links). Für Sarah Sjöström bleibt Silber.

Nach Olympia- jetzt auch Weltmeisterin: Simone Manuel (links). Für Sarah Sjöström bleibt Silber.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

In 24,75 Sekunden wendete Sjöström schneller als bei ihrem Weltrekord und deutlich vor ihren Finalgegnerinnen. Alles schien auf einen klaren Sieg der Schwedin hinauszulaufen. Doch Simone Manuel ließ sich auch von einer halben Sekunden Rückstand nach 50 Metern nicht entmutigen. Die 20-Jährige, die schon in Rio überraschend zeitgleich mit der Kanadierin Penny Oleksiak über diese Strecke Gold gewann, holte immer stärker gegen Sjöström auf. 0,04 Sekunden eher als die Favoritin löste Manuel die Anschlagmatte aus. In 52,27 Sekunden schwamm sie USA-Rekord.

Sjöström, die auf den letzten Metern ihrem hohen Anfangstempo sichtlich Tribut zollen musste, sicherte Silber in 52,31 Sekunden. Dass sich das für sie wie eine Niederlage anfühlte, konnte auch ihr Lächeln bei der Ehrung für den Weltrekord (51,71 Sekunden) nicht verbergen. Bronze ging in 52,69 Sekunden an Pernille Blume aus Dänemark. Die zweite Olympiasiegerin von Rio, Oleksiak, belegte in 52,94 Sekunden Rang sechs.

 

Rylov siegt vor zwei US-Boys

Über 200 Meter Rücken verwies der Russe Evgeni Rylov die beiden US-Amerikaner Ryan Murphy und Jacob Pebley auf die Platz zwei und drei. Der 20 jahre alte Rylov gewann in neuem Europarekord von 1:53,61 Minuten. Sein erst 17 Jahre alter Landsmann Kliment Kolesnikov verpasste eine Medaille nur knapp und stellte als Vierter in 1:55,14 Minuten einen Junioren-Weltrekord auf.

Den Titel über 200 Meter Brust sicherte sich bei den Frauen Julia Efimova in 2:19,64 Minuten. Bei den Männern wurde der Russe Anton Chupkov Nachfolger von Marco Koch. Er gewann in neuem Europarekord von 2:06,96 Minuten vor zwei Japanern.

Evgeni Rylov lässt sich nach seinem Sieg vom Publikum feiern.

Evgeni Rylov lässt sich nach seinem Sieg vom Publikum feiern.