Seebohm vermasselt zweite Ungarn-Party um 0,17 Sekunden

Viel fehlte Katinka Hosszu nicht zum zweiten Gold bei dieser WM: Über 200 Rücken schwamm die Ungarin auf den Silberrang hinter Emily Seebohm.

| 29. Juli 2017 | AKTUELL

Katinka Hosszu und ihr Trainer Shane Tusup klatschen nach dem Rennen ab.

Katinka Hosszu und ihr Trainer Shane Tusup klatschen nach dem Rennen ab.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Die ungarischen Fans schreien, klatschen und trampeln was das Zeug hält. Am liebsten würden sie ihre Katinka Hosszu ins Ziel schieben. Doch der ungarischen Starschwimmerin gehen nach etwas zu schnellem Angang auf den letzten Metern des 200-Meter-Rücken-Finals die Kräfte aus. In der Mitte schiebt sich auf der Schlussbahn stattdessen Emily Seebohm nach vorn.

Die australische Titelverteidigerin, bei Olympia in Rio nur Zwölfte, hat sich das Rennen besser eingeteilt. Von Rang vier bei der letzten Wende schiebt sich die 25-Jährige an Hosszu vorbei an die Spitze. Hosszu versucht gegenzuhalten, doch Seebohm hat mehr Reserven und schlägt in 2:05,68 Minuten knapp vor Hosszu (2:05,85 min) an. Die Bronzemedaille sichert sich Kathleen Baker aus den USA in 2:06,48 Minuten.

Die Trauer über den entgangenen Titel verfliegt bei Hosszu, in Budapest bereits Siegerin über 200 Meter Lagen, schnell. Gemeinsam mit Trainer und Ehemann Shane Tusup bejubelt sie am Beckenrand Silber wie Gold und lässt sich vom Publikum feiern.

Emily Seebohm ist neue und alte Weltmeisterin über 200 Meter Rücken.

Emily Seebohm ist neue und alte Weltmeisterin über 200 Meter Rücken.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis