Marco Koch ist Doppel-Weltmeister

Brust-Ass Marco Koch hat seine überragende Kurzbahnsaison mit dem Weltmeistertitel über 200 Meter gekrönt. In Windsor (Kanada) schwamm der Darmstädter seinen Rivalen deutlich davon.

| 9. Dezember 2016 | AKTUELL

Marco Koch  | Über seine Paradestrecke derzeit nicht zu schlagen: Marco Koch.

Über seine Paradestrecke derzeit nicht zu schlagen: Marco Koch.

Foto >Kevin Mackinnon / spomedis

In 2:01,21 Minuten ließ Koch die anderen Finalisten deutlich hinter sich. Zweiter wurde in 2:02,71 Minuten der Brite Andrew Willis, Bronze gewann Mikhail Dorinov aus Russland in 2:03,09 Minuten. An seinen erst zwei Wochen alten Weltrekord von 2:00,44 Minuten kam Koch diesmal nicht ganz heran.

"Ich bin super glücklich, dass es nochmal geklappt", sagte Koch. "Die Zeit war nicht ganz so gut aber es hat von Anfang an nicht 100 Prozent gepasst, weil ich doch sehr müde war. Die Mittagspause war kurz und ich spüre die drei 100-Meter-Rennen in den Knochen. Es ist aber ein schönes Gefühl zu gewinnen, und zu wissen, dass noch viel Luft nach oben ist." 

Dieses Jahr fast alles gewonnen

Im WM-Finale schwamm Koch von Beginn an der Spitze. Bei der 50-Meter-Marke führte er das Feld als Erster durch die Wende. Auch danach brachte er die jeweils schnellsten 50-Meter-Splits ins Wasser und baute seine Führung kontinuierlich aus.

200 Meter Brust, Finale

PlatzNameZeit

1

Marco Koch (Darmstadt)

2:01,21

2

Andrew Willis (Großbritannien)

2:02,71

3

Mikhail Dorinov (Russland)

2:03,09

4

Nic Fink (USA)

2:03,79

5

Josh Prenot (USA)

2:03,96

6

Erik Persson (Schweden)

2:04,83

7

Ilya Khomenko (Russland)

2:04,97

8

Yukihiro Takahashi (Japan)

2:05,40

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Nach seinem Überraschungserfolg über 100 Meter Brust am Mittwoch ist es die zweite Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Windsor für den 26-Jährigen. Vor zwei Jahren in Doha hatte Koch noch Silber hinter dem Ungar Daniel Guyrta geholt, der diesmal nicht am Start war. Zumindest bis zur nächsten WM im Sommer ist Koch nun sowohl 200-Meter-Weltmeister auf der Kurz- als auch auf der Langbahn. Nur bei den Olympischen Spielen in Rio wollte es dieses Jahr nicht so recht klappen. Statt mit der erhofften Medaille flog Koch als Siebter ohne Edelmetall wieder nach Hause.

Trotz Olympia geht für Koch ein äußerst erfolgreiches Jahr zu Ende. Vor seinen beiden Titeln in Kanada dominierte er im Kurzbahn-Weltcup mit acht Siegen über 200 Meter Brust. Über dieselbe Strecke war er im Mai Vize-Europameister geworden. Außerdem schwamm Koch 2016 Kurzbahn-Weltrekord über 200 Meter und deutschen Rekord über 100 Meter Brust.

Bevor Koch eine kurze Weihnachtspause einlegt, schwimmt er nächste Woche noch in Lausanne. Am 28. Dezember geht es für ihn ins Trainingslager.