"Marco hat eine ganz besondere Stellung"

Bundestrainer Henning Lambertz hat die besondere Position von Weltmeister Marco Koch im Team der deutschen Schwimmer hervorgehoben.

| 18. Juni 2017 | AKTUELL

Henning Lambertz hätte sich mehr Nachwuchsschwimmer im WM-Team gewünscht.

Henning Lambertz hätte sich mehr Nachwuchsschwimmer im WM-Team gewünscht.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Kurz vor den letzten Entscheidungen bei den 129. Deutschen Meisterschaften sagte Lambertz über Koch: "Marco hat eine ganz besondere Stellung bei uns in der Nationalmannschaft. Als Weltmeister und Weltrekordhalter auf der Kurzbahn brauchen wir ihn in diesem Team, und ich will ihn in diesem Team."

Koch schwimmt am Nachmittag um die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Budapest. Dafür muss der Darmstädter unter 2:08,20 Minuten bleiben. Im Vorlauf schwamm er 2:10,68 Minuten. Auf die Frage, ob er Koch auch ohne erfüllte Norm zu den Titelkämpfen mitnehmen würde, erklärte Lambertz: "Er selbst sagt, er möchte konkurrenzfähig an den Start gehen. Es bringt ihm nichts, wenn wir ihn über alle Hürden rüberheben, und er am Ende das Gefühl hat, gar nicht um das schwimmen zu können, was sein eigener Anspruch ist."

"Normen wären erreichbar gewesen"

Insgesamt ist Lambertz mit den DM-Leistungen der älteren Schwimmer zufrieden. "Die Etablierten haben sich mit einer guten Stückzahl in die Nationalmannschaft geschwommen", sagte Lambertz. Der Chefcoach hob besonders die Auftritte von Phiilip Heintz und Franziska Hentke hervor. "Ein bisschen mehr hatte ich auf Teilnehmer bezüglich der U23-Norm gehofft."

Um den Nachwuchsathleten den Weg zur WM etwas zu erleichtern, hatte der DSV erstmals Qualifikationszeiten für unter 23-Jährige aufgestellt. Bislang wurde diese Normen aber nur von drei Athleten (Florian Wellbrock, Poul Zellmann und Damian Wierling) erreicht. "Die Normen wären aus meiner Sicht für viele Nachwuchsleute erreichbar gewesen. Dass ist doch einigen schwerer gefallen, als wir dachten", sagte Lambertz.

Für die WM korrigierte der Bundestrainer die Größe des erwarteten deutschen Teams nach unten. Er gehe jetzt von 10 bis 15 Athleten aus. Vor der DM hatte Lambertz mit bis zu 20 Sportlern gerechnet.