"Man muss riskieren, auch mal auf die Schnauze zu fallen"

Marco Koch hat die WM-Norm über 200 Meter Brust verpasst, dennoch spricht alles für einen Start des Weltmeisters in Budapest.

| 18. Juni 2017 | AKTUELL

Marco Koch blickt zuversichtlich nach vorn.

Marco Koch blickt zuversichtlich nach vorn.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In 2:08,69 Minuten verfehlte Koch die WM-Norm über 200 Meter Brust um fast eine halbe Sekunde. Doch Bundestrainer Henning Lambertz kündigte bereits an, in Ungarn nur ungern auf den einzigen deutschen Weltmeister zu verzichten. Falls sich Koch konkurrenzfähig fühlt, wird er deshalb wohl versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Das sagte Koch nach dem Finale.

Über das Rennen:

"Die Zeit war nicht langsam. 2:08 Minuten ist kein Schmutz, das bin ich noch nicht so oft geschwommen. Bei 200 Meter Lagen zwei Sekunden über Weltrekord haben auch alle gefeiert. Wir müssen das jetzt analysieren. Nächste Woche ist noch ein Wettkampf in Rom."

Ob er die WM schwimmt:

"Wäre ich langsamer gewesen definitiv nicht. Aber ich finde die Zeit jetzt ganz okay. Wir warten nächste Woche den Wettkampf in Rom ab und vielleicht geht es mit ein bisschen mehr Erholung ja noch besser. Wenn ich nicht schwimme, dann ist es so. Das große Ziel ist Tokio und nicht dieses Jahr die WM. Sonst bin ich halt ab morgen wieder im Training."

Über das neue Krafttraining:

"Es ist ja logisch, dass wenn man etwas umstellt, das nicht von heute auf morgen funktioniert. Ich bin mir immer noch sicher, dass wir den richtigen Weg gehen. Ich kann auch immer so weiter machen wie bisher und dieselben Zeiten schwimmen. Dann bin ich vielleicht dabei, aber für mehr reicht es nicht. Deswegen muss man jetzt riskieren, dass man auch mal auf die Schnauze fällt."