Ausrichter entschuldigen sich für Chaos-EM in London

Rund fünf Monate nach der zum Teil chaotisch verlaufenen Masters-EM in London hat der britische Schwimmverband zusammen mit dem Organisationskomitee sein Bedauern ausgedrückt.

| 3. November 2016 | AKTUELL

EM London | Blick in die Schwimmhalle der EM in London.

Blick in die Schwimmhalle der EM in London.

Foto >London 2016

In einer gemeinsamen Erklärung von British Swimming und dem extra für die Meisterschaften gegründeten Unternehmen Swimming Championships 2016 Ltd. (SC2016) entschuldigten sich die Verantwortlichen bei allen Teilnehmern. "Wir akzeptieren, dass Teile des Events für viele Masters unbefriedigend waren und dass nicht alle Erwartungen erfüllt wurden. Allen Betroffenen möchten wir unsere Entschuldigung anbieten", heißt es in einer Mitteilung auf der Website von British Swimming. Unterschrieben ist der Artikel vom Generalsekretär des Verbands, David Sparkes, sowie dem Vorsitzenden von SC2016, Maurice Watkins.

Man verstehe die Enttäuschung bei jenen Athleten, die gezwungen waren, ihre Starts von fünf auf drei zu reduzieren und die nicht wie erwartet, im Olympiapool von 2012 schwimmen konnten, heißt es weiter. Die Reduzierung der Starts und die Verteilung der Wettkämpfe auf mehrere Schwimmbecken seien notwendige Maßnahmen gewesen, um möglichst vielen Schwimmern die Teilnahme überhaupt zu ermöglichen (lesen Sie hier das komplette Schreiben auf Englisch).

Längere EM, neue Richtzeiten

Die Organisatoren hatten die Begeisterung der europäischen Mastersschwimmer für die EM in der britischen Hauptstadt im Vorwege völlig unterschätzt. Rund 10.000 Athleten, etwa doppelt so viele wie geplant, nahmen schließlich an den Titelkämpfen vom 25. bis 29. Mai teil. Viele Sportler beklagten sich über lange Warteschlangen vor den Eingängen und chaotische Zustände in den Hallen. Darüber, wie es zu dieser Fehlkalkulation kommen konnte, verlieren die Verantwortlichen in dem Entschuldigungsschreiben kein Wort. Die gewaltige Nachfrage sei "beispiellos" gewesen.

Stattdessen heißt es, der Europäische Schwimmverband LEN habe bereits Konsequenzen aus der EM gezogen. So sollen die Meisterschaften in Zukunft wieder einen Tag länger dauern und das Niveau der Richtzeiten überprüft werden. In London hatten viele Teilnehmer in den für eine Meisterschaft zu langsamen Richtzeiten einen Grund für die Misere gesehen. Als weitere Folge von London soll die Zusammenarbeit zwischen LEN, LEN Masters-Komitee, dem ausrichtenden Verband und der Masterscommunity verbessert werden.