King verhindert erneut Triumph von Dopingsünderin Efimova

Es wirkte, als habe Lilly King im Wasser nur ein Ziel gehabt: Den Sieg der überführten Dopingsünderin Julia Efimova unbedingt verhindern.

| 25. Juli 2017 | AKTUELL

Lilly King feiert ihren Sieg mit Rekord.

Lilly King feiert ihren Sieg mit Rekord.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Mit aller Macht wehrte sich King gegen jede Attacke der zwischen Ende 2013 und Mitte 2015 wegen Dopings gesperrten Russin. Als Efimova wie im Vor- und und Zwischenlauf auf der zweiten Bahn die Frequenz deutlich erhöhte und dadurch Tempo aufnahm, hielt King dagegen. Tapfer verteidigte die Olympiasiegerin ihren Vorsprung von den ersten 50 Metern, die sie in extrem schnellen 29,80 Sekunden absolviert hatte. Im Finish konnte King sogar noch zulegen und in 1:04,13 Minuten Ruta Meilutytes vier Jahre alten Weltrekord unterbieten. In Barcelona war die Litauerin, heute auf Platz vier, 1:04,35 Minuten geschwommen. 

Efimova war im Halbfinale bis auf 0,01 Sekunden an den Weltrekord von Meilutyte herangekommen. Wie bei Olympia befürchteten viele deshalb einen Triumph der 25-Jährigen, die ihr Dopingvergehen In einem Interview als einmal Fahren ohne Führerschein verharmloste. Doch wie in Rio hielt Lilly King Efimova in Schach. Und mehr noch: Im Sog der neuen Weltmeisterin schwamm auch die zweite US-Amerikanerin schneller. Katie Meili gewann in 1:05,03 Minuten Silber. Zwei Hundertstel vor Efimova.

Was King der Erfolg bedeutete, zeigte die Studentin aus Indiana beim Jubeln. Immer wieder schlug sie aufs Wasser und umarmte sich mit Teamkollegin Meili. Ihre russische Rivalin versuchten sie dabei so gut es ging zu ignorieren.