Johannes Hintze schwimmt zu Doppel-Gold

Er gilt als größtes Talent bei den deutschen Schwimm-Männern: Gleich zweimal zeigte Johannes Hintze heute, dass auch in Zukunft kaum ein Weg an ihm vorbei führen wird.

| 18. November 2016 | AKTUELL

Johannes Hintze | Johannes Hintze ist erstmals deutscher Meister.

Johannes Hintze ist erstmals deutscher Meister.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Der Potsdamer schwamm zunächst über 400 Meter Lagen zu seinem ersten deutschen Meistertitel, nur um kurz darauf über 200 Meter Freistil Gold Nummer zwei nachzulegen. In beiden Rennen schlug Hintze trotz Trainingsrückstands mit Bestzeit an. Sowohl die 4:07,18 Minuten als auch die 1:45,03 Minuten bedeuten neuen Altersklassenrekord bei den 17-Jährige. "Ich schwimme hier ohne jeglichen Druck", sagte der Schützling vom Trainer-Duo Norbert Warnatzsch und Thomas Luckau. "Ich konnte in letzter Zeit kaum trainieren, war krank an der Schulter verletzt. Dafür war es richtig gut."

Über die lange Lagendistanz überzeugte Hintze wie schon bei der Langbahn-DM mit einem unwiderstehlichen Endspurt. Auf der letzten Bahn zog der 1,94 Meter große Schüler dem lange führenden Hamburger Ramon Klenz (4:08,88 min) noch deutlich davon. Bronze sicherte sich Markus Gierke aus Hannover in 4:09,90 Minuten. Hintze hatte sich im Mai in ähnlicher Manier neben Jacob Heidtmann das Olympiaticket über 400 Meter Lagen gesichert.

Etwas anders verlief das Finale über 200 Meter Freistil. Hier lag Hintze bereits nach 50 Metern an der Spitze und baute seine Führung bis zur Rennhälfte noch leicht aus. Danach wehrte er sich erfolgreich gegen die Attacken von Max Nowosad, Poul Zellmann und Robin Backhaus. Im Ziel hatte der Jüngste im Bunde noch zwölf Hundertstel Vorsprung auf 1.500-Meter-Sieger Zellmann. Bronze gewann der Neuköllner Bakhaus in 1:45,55 Minuten.

Bergmann schmettert zum Sieg

Neue deutsche Meister gab es bei den Männern auch über 50 Meter Schmetterling und 200 Meter Rücken. Der Osnabrücker Jonas Bergann zeigte im kurzen Delfin-Sprint der Konkurrenz die Fersen. Der Wirtschaftsstudent gewann in 23,53 Sekunden vor Masters-Europameister Stefano Razeto (23,77 s) und Johannes Tesch (23,92 s).

Das 200-Meter-Rücken-Finale dominierte der Mainzer Andreas Wiesner in 1:54,22 Minuten. Silber sicherte sich Marek Ulrich aus Halle/Salle (1:55,24 Minuten) vor dem Leipziger Michael Schäffner (1:57,52 min).