Jacob Heidtmann nach Glanzleistung disqualifiziert

Die Zeit war stark, doch die Schiedsrichter kannten kein Pardon mit Jacob Heidtmann. Der Elmshorner schwamm in Rio die schnellsten 400 Meter Lagen seines bisherigen Lebens, wurde im Anschluss aber disqualifiziert.

| 6. August 2016 | AKTUELL

Jacob Heidtmann | Jacob Heidtmann wurde nach seinem Vorlauf über 400 m Lagen disqualifiziert.

Jacob Heidtmann wurde nach seinem Vorlauf über 400 m Lagen disqualifiziert.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In 4:11,85 Minuten war Heidtmann die fünfschnellste Zeit aller Teilnehmer geschwommen, 23 Hundertstel war er schneller als bei seinem deutschen Rekord vor einem Jahr bei der WM in Kasan. Mit einem Finalstart am ersten Tag der olympischen Schwimmwettbewerbe wird es dennoch nichts, denn die Schiedsrichter sahen einen Regelverstoß bei der Wende zur Freistilteilstrecke und disqualifizierten den 21-Jährigen. Heidtmann quittierte die Entscheidung mit einem wütenden Blick auf die Anzeigetafel. Ob die deutsche Mannschaft Protest einlegen wird, ist bisher nicht bekannt.

Anders als der zweite deutsche Starter Johannes Hintze, der in schwachen 4:18,25 Minuten 18. wurde, hatte sich Heidtmann die kräftezehrende Strecke optimal eingeteilt. Der WM-Fünfte ließ sich auch vom Wahnsinnstempo des Japaners Daiya Seto nicht aus der Ruhe bringen und schwamm sein eigenes Rennen. Auf der Schlussbahn konnte er sogar noch US-Vizemeister Jay Litherland attackieren. Umso größer war im Ziel der Frust.

Schnellster der Vorläufe wurde Chase Kalisz aus den USA in 4:08,12 Minuten vor Seto, der nach 4:08,47 Minuten anschlug. Das Finale findet in der Nacht auf Sonntag statt.