Halle-Coach Embacher verklagt DSV

Halles Stützpunkttrainer Frank Embacher hat nach eigener Aussage Klage gegen den Deutschen Schwimm-Verband eingereicht. Damit will der 52-Jährige gegen seine Abberufung vom Beckenrand vorgehen.

| 5. Januar 2017 | Aktuell

Frank Embacher | Frank Embacher

Frank Embacher arbeitete 23 Jahre lang am Stützpunkt Halle.

Foto > Daniel Kopatsch

Der Mitteldeutschen Zeitung bestätigte Embacher, dass er sich juristischen Beistand geholt und Klage eingereicht habe gegen seinen bisherigen Arbeitgeber. Der Arbeitsvertrag des 52-Jährigen war am 31. Dezember ausgelaufen und nicht verlängert worden, obwohl es in den letzten Wochen immer wieder Signale gab, die Verlängerung um ein weiteres Jahr sei reine Formsache. Dass der DSV in Zukunft ohne ihn plane, habe Embacher an Heiligabend per Post erfahren, berichtete er der Zeitung. Anfang dieser Woche habe er sich von seiner Trainingsgruppe verabschiedet.

Allerdings will Embacher die Situation nicht einfach so hinnehmen. Der MZ sagte er: „Ich werde kämpfen für all das, was ich seit 1993 hier mit aufgebaut habe. Für den Erhalt des Bundesstützpunktes in Halle, für meine Trainingsgruppe und für meine Stelle. Ich werde kämpfen für mein Recht.“ Chef-Bundestrainer Henning Lambertz war für das Blatt nicht erreichbar. DSV-Präsidentin Gabi Dörries wollte sich zu dem laufenden Prozess nicht äußern.

Große Erfolge

Der frühere Spitzenschwimmer Embacher betreute in seiner Trainerkarriere unter anderem Paul Biedermann, Theresa Michalak, Daniela Schreiber, Stefan Pohl und Torsten Spanneberg. Laut MZ schwammen seine Schützlinge zu 75 internationalen Medaillen, fünf Weltrekorden und 87 deutschen Meistertiteln.