FINA verbietet "Lochte-Wende" und Delfinbeine auf der Seite

Der Weltschwimmverband FINA hat in Budapest neue Regeln für das Lagen- und Schmetterlingsschwimmen verabschiedet.

| 22. Juli 2017 | AKTUELL

Ryan Lochte taucht bei der WM 2015 in Seitlage.

Ryan Lochte taucht bei der WM 2015 in Seitlage.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Beim Verbot der sogenannten Lochte-Wende handelt es sich genau genommen nicht um eine neue Regel, sondern um eine präzisere Neuformulierung zum Lagenschwimmen. So heißt es nun, dass sich der Athlet auf der Kraulstrecke mit Ausnahme der Wendenausführung durchgängig in Bauchlage befinden muss. Und weiter: Der Schwimmer muss vor dem ersten Zug oder Kick in die Bauchlage zurückgelehrt sein.

Die von Ryan Lochte bei der WM in Kasan gezeigte Wende hatte vor zwei Jahren für viel Wirbel gesorgt. Der US-Amerikaner absolvierte die Tauchphase zu Beginn der Kraulstrecke in Rückenlage, weil er auf diese Weise schneller sei, wie er damals sagte. Die FINA verzichtete auf eine Disqualifikation des Fünfplatzierten, stellte aber später fest, dass die Wende mit dem Reglement unvereinbar sei. Verwiesen wurde dabei auf die Regel, dass jede Schwimmlage zu einem Viertel zur Gesamtdistanz beitragen muss. Auch diese Formulierung ist weiterhin im Reglement zu finden.

Des Weiteren stellte die FINA auf der Sitzung seines Technical Congress klar, dass während der Tauchphase beim Schmetterlingsschwimmen keine Kicks in Seitlage erfolgen dürfen. Außerdem werden Weltrekorde zukünftig nur noch in Pools mit weniger als drei Gramm Salz pro Liter akzeptiert.