Entfesselter James Guy schwimmt Briten-Staffel zu Gold

Er übernahm als Dritter und schlug als Erster an: Schlussschwimmer Jamey Guy hat Großbritannien mit einem phänomenalen Split Staffelgold über 4 x 200 Meter Freistil gesichert.

| 28. Juli 2017 | AKTUELL

James Guys Teamkollegen verfolgen gebannt das Finish ihren Schnellsten.

James Guys Teamkollegen verfolgen gebannt das Finish ihren Schnellsten.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Auf den ersten hundert Metern schien Großbritanniens Schlussschwimmer James Guy an seinen verbliebenen Konkurrenten, dem Russen Alexander Krasnykh und Zane Grothe aus den USA, vorbeizufliegen. Schon nach 49,87 Sekunden war der 21-Jährige zum ersten Mal wieder zurück, den Rückstand, den ihm seine Teamkollegen Stephen Milne, Nicholas Grainger und Duncan Scott mit auf den Weg gaben, hatte er schon zur Halbzeit in einen Vorsprung umgewandelt.

James Guy brachte die Goldmedaille für Großbritannien unter Dach und Fach.

James Guy brachte die Goldmedaille für Großbritannien unter Dach und Fach.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Auf der zweiten Rennhälfte ließ Guy nichts mehr anbrennen. In 7:01,70 Minuten sicherte er Großbritannien die nächste Goldmedaille in Budapest. Sein Split von 1:43,80 Minuten war mit Abstand der beste. Selbst bei den Olympischen Spielen in Rio war niemand auch nur annähernd so schnell unterwegs gewesen. Silber ging in 7:02,68 Minuten an Russland. Die in den Staffeln so erfolgsverwöhnten USA mussten sich mit Bronze begnügen (7:03,18 min).

Das deutsche Quartett war am Morgen im Vorlauf auf Platz neun geschwommen. Philip Heintz, Poul Zellmann, Clemens Rapp und Jacob Heidtmann hatten dabei den Endlauf nur um eine halbe Sekunde verpasst.