Hintze Weltmeister - DSV-Junioren mit 19 Bestzeiten

Mit einer Goldmedaille durch Johannes Hintze und vielen starken Zeiten kehren die deutschen Nachwuchsschwimmer von den Junioren-Weltmeisterschaften zurück.

| 30. August 2017 | AKTUELL

Johannes Hintze gewann in Indianapolis die Goldmedaille.

Johannes Hintze gewann in Indianapolis die Goldmedaille.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Wie bei den "Großen" vor wenigen Wochen in Budapest, kämpften sich die schnellsten Schwimmtalente der Welt bei der WM durch Vorläufe, Halbfinals und Endläufe. Das gesamte Wettkampfprogramm mit 49 Entscheidungen fand an sechs Tagen in Indianapolis statt. Die FINA zählte als Veranstalter 21 neue Junioren-Weltrekorde. Startberechtigt waren Männer der Jahrgänge 1999 bis 2002 und Frauen der Jahrgänge 2000 bis 2003.

Für den einzigen deutschen Sieg sorgte der Potsdamer Johannes Hintze über 200 Meter Lagen auf. Der Olympiateilnehmer von Rio hatte sich nicht für die Schwimm-WM in Budapest qualifiziert und startete stattdessen in Indianapolis. In 1:59,03 Minuten blieb Hintze das erste Mal auf der Langbahn unter der 2-Minuten-Marke. Im Finale reichte das zu Gold vor dem US-Amerikaner Kieran Smith (1:59,03 min) und dem Ungar Marton Barta (2:00,14 min).

Es war die einzige Medaille für das deutsche Aufgebot, das insgesamt 16-mal in den Finals vertreten war und neun deutsche Altersklassenrekorde sowie 19 persönliche Bestzeiten aufstellte. Hans-Wolfgang Döttling, der die Mannschaft als Leistungsdiagnostiker mitbetreute, bilanziert auf der DSV-Website: "An was wir weiterhin arbeiten müssen, ist an der Professionalität des Einzelnen. Wenn wir sehen, wie akribisch manche Nation sich auf den Wettkampf vorbereitete, dann sehe ich da noch Potential bei uns. Doch dies muss schon im kleinen Verein gelehrt werden und nicht erst bei einer Großveranstaltung."

Stärkste Mannschaft war das Team der US-Amerikaner mit 32 Medaillen (davon 12 in Gold) vor Kanada, Japan und Ungarn. Als beste Athletin wurde Vierfachsiegerin Rikako Ikee aus Japan ausgezeichnet. Bei den Männern ging die Auszeichnung an Michael Andrew, der fünf Einzelmedaillen gewann.