DLRG-Nationalmannschaft landet auf Platz 4

Zehn Medaillen und Platz vier in der Gesamtwertung – das ist die erfolgreiche Bilanz der DLRG-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den Niederlanden. Damit liegen die deutschen Rettungsschwimmer in der Gesamtwertung hinter Weltmeister Neuseeland, Australien und Frankreich.

| 12. September 2016 | AKTUELL

DLRG-Nationalmannschaft | Freuen sich über einen vierten Platzin der Gesamtwertung: die Mitglieder der DLRG-Nationalmannschaft.

Freuen sich über einen vierten Platzin der Gesamtwertung: die Mitglieder der DLRG-Nationalmannschaft.

Foto >DLRG/Sascha Walther

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, meine Athleten können stolz auf ihre Leistungen sein“, sagte Bundestrainerin Susanne Ehling. Das ausgegebene Ziel unter die ersten sechs Nationen zu kommen, sei erreicht worden und mit Italien habe das Team einen Konkurrenten auf Augenhöhe deutlich distanzieren können. Australien und Neuseeland, Lände, in denen der Rettungssport äußerst populär ist, seien ohnehin nicht zu schlagen gewesen. Die Mannschaft der Franzosen habe praktisch keine Schwächen gezeigt.

Weltklasse im Pool

Vor allem an den ersten beiden Wettkampftagen im Schwimmbecken in Eindhoven zeigte das DLRG Nationalteam, dass es zur Weltklasse gehört. Acht Medaillen verbuchten die deutschen Rettungsschwimmer, darunter fünf goldene. Weltrekordhalter Danny Wieck aus Stralsund verteidigte seine beiden Titel aus dem Jahr 2014 und auch Europameister Kai-Uwe Schirmer gewann eine Goldmedaille im Einzel. „Unsere Männer sind in den Pool-Disziplinen bärenstark, das haben sie erneut bewiesen“, so Auswahltrainerin Ehling.

Eine weitere Stärke der zwölfköpfigen deutschen Mannschaft waren die Team-Disziplinen, in denen die Rettungsschwimmer sechs ihrer zehn Medaillen gewannen. Zwei Staffeln der Männer siegten sogar in Weltrekordzeit. Ehling: „Das sind Rennen, die man als Trainer in vollen Zügen genießt und einfach nur stolz ist.“ Auch die Frauen, jeweils mit Bronze in den Gurtretter-Staffeln im Pool und im Freigewässer, seien über sich hinaus gewachsen.

Sechs neue Rekorde

Neben den zwei Weltrekorden der Männer-Staffeln stellte auch Kevin Lehr aus Luckenwalde eine neue Weltbestzeit auf. Der im Verein für die DLRG Stralsund startende Student verpasste nach einem missglückten Vorlauf zwar das Finale über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter, schwamm dann im B-Finale aber überraschend in 49,87 Sekunden einen neuen Weltrekord. „Die Schallmauer, das sind eben die 50 Sekunden, da war vorher noch gar keiner drunter. Das war schon ganz gut, finde ich“, kommentierte der 25-Jährige bescheiden. Alena Kröhler und Kerstin Lange stellten jeweils einen neuen Deutschen Rekord auf. Auch die Gurtretter-Staffel der Frauen im Pool schwamm eine neue nationale Bestzeit.

Alena Kröhler  | Alena Kröhler beim Beach Sprint.

Alena Kröhler beim Beach Sprint.

Foto >DLRG

Vor den letzten beiden Wettkampftagen am Samstag und Sonntag in Noordwijk lag die DLRG Nationalmannschaft hinter den im Pool ebenfalls starken Italienern auf Rang fünf. In den Freigewässer- und Strand-Wettbewerben sammelten die Deutschen jedoch deutlich mehr Punkte als die Südeuropäer und schoben sich im Gesamtklassement noch einen Rang nach vorn.