DLRG bezwingt Titelverteidiger Italien

Revanche geglückt: Die Nationalmannschaft der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat beim Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen Titelverteidiger Italien bezwungen.

| 21. November 2016 | AKTUELL

DLRG / Steph Dittschar | Starke Leistung: Deutschland gewinnt in der Nationenwertung den 25. Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen.

Starke Leistung: Deutschland gewinnt in der Nationenwertung den 25. Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen.

Foto >DLRG / Steph Dittschar

Bei der 25. Auflage des Deutschlandpokals gingen am Wochenende in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf (Westfalen) 300 Rettungsschwimmer aus Europa, Kanada und Südafrika an den Start. Im Duell mit Titelverteidiger Italien hatten die Gastgeber am Ende knapp die Nase vorn. Der Vorsprung des deutschen Teams betrug gerade einmal elf Punkte – nach 20 Entscheidungen und jeweils mehr als 34.500 gesammelten Punkten. Dritter wurde Polen. „Ich bin überglücklich, dass meine Sportler sich dieses Jahr den Titel zurückholen konnten. Das ist ein Abschied nach Maß“, sagte Bundestrainerin Susanne Ehling, die zum Jahresende ihr Amt niederlegt.

Zwei Weltrekorde für Danny Wieck

Eine überragende Leistung bot Danny Wieck aus Stralsund. Einen Tag nach seinem Weltrekord über 50 Meter Retten einer Puppe (28,06 Sekunden) gewann der Sportsoldat auch über 100 Meter kombinierte Rettungsübung in neuer Weltbestzeit. Der Weltmeister, der die Sportfördergruppe der Bundeswehr Ende Dezember verlässt, schlug nach 59,38 Sekunden an.

„Mein Training zielte auf diesen Rekord ab. Ich war ausgeruht und fit, es ist perfekt gelaufen, was will man mehr“, sagte der amtierende zweifache Weltmeister, der mit zwei weiteren Silbermedaillen die Mehrkampfwertung bei den Männern gewann. Zahlreiche Glückwunsch-Kommentare posteten daraufhin Freunde und Kollegen auf seiner Facebook-Seite.

Kai-Uwe Schirmer mit zwei Einzelsiegen

Auch Kai-Uwe Schirmer verabschiedete sich mit Erfolg. Der 28-Jährige beendete seine Karriere in der DLRG-Nationalmannschaft mit zwei Einzelsiegen. Der Student gewann die 100 Meter Retten mit Flossen vor Christian Ertel und Kevin Lehr (beide DLRG Mecklenburg-Vorpommern). Zudem war Schirmer bereits über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter erfolgreich. Im Gesamtklassement reichte es zu Platz zwei. „Ich war beide Male nicht allzu weit weg vom Weltrekord und hatte insgesamt einen guten letzten Wettkampf“, sagte der Welt- und Europameister. Nun wolle der Bielefelder sich mehr seinem Privat- und Berufsleben widmen. Dem Rettungssport bleibe er aber als Trainer treu.

„Kai ist ein Medaillen-Garant. In den Flossendisziplinen ist er in Deutschland die absolute Nummer eins“, urteilte Susanne Ehling über ihren Kapitän. Die 31-Jährige, die die DLRG 2015 zum Europameistertitel führte, verabschiedet sich ebenfalls. Sie zieht es nach sechs Jahren in der Sportfördergruppe aus privaten Gründen zurück nach Mainz. „Die Arbeit macht mir aber nach wie vor großen Spaß, ich habe in den letzten Jahren eine Menge tolle Sportler kennengelernt und bin viel in der Welt herumgekommen.“