Per Shuttle-Bus ins nächste Bad

In ganz Deutschland werden Bäder geschlossen. Auch Oldenburg in Schleswig-Holstein blieb nicht verschont. Die DLRG hat einen Film gedreht, wie engagierte Lehrer ihren Schülern trotzdem das Schwimmen ermöglichen.

| 30. März 2017 | AKTUELL

Schulschwimmen | Immer mehr Grundschüler können in Deutschland nicht richtig schwimmen.

Immer mehr Grundschüler können in Deutschland nicht richtig schwimmen.

Foto >Silke Insel / spomedis

Zwei Stunden Zeit investiert die Schule, um ihren Schülern den Schwimmunterricht in Sierksdorf zu ermöglichen. Ein straffer Zeitplan: „Wir sind 25 Minuten unterwegs, dann haben wir eine halbe Stunde Schwimmzeit, danach geht es mit dem Bus 25 Minuten wieder zurück. Das Ganze ist eng gesteckt und wenn die großen Pausen nicht wären, hätten wir gar nicht die Möglichkeit, das zu machen“, sagt Taryn Bader, Sportlehrerin an der Wagrienschule Oldenburg in Holstein.

Der fast vier minütige Film soll wachrütteln: „Kommunalpolitiker, die für Schließungen von Bädern verantwortlich sind, sollen zum Nachdenken angeregt werden“, sagt Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG. Bäder zu schließen sei ein einfaches Mittel, um den Haushalt zu sanieren. „Aber diese Entscheider sind dann auch ein Stück weit dafür verantwortlich, wenn Menschen ertrinken, die nicht schwimmen lernen konnten.“ Das Engagement der Wagrienschule Oldenburg in Holstein findet Wiese deshalb vorbildlich: „Bevor gar kein Schwimmunterricht stattfindet, ist es auf jeden Fall eine Möglichkeit.“