Britischer Extrem-Triathlet stirbt im Ärmelkanal

Beim Versuch, den Ärmelkanal zu durchschwimmen, ist ein 44 Jahre alter Triathlet aus England ums Leben gekommen.

| 9. August 2017 | AKTUELL

Die berühmten Kreidefelsen von Dover markieren für die Ärmelkanalschwimmer den Start ins Abenteuer.

Die berühmten Kreidefelsen von Dover markieren für die Ärmelkanalschwimmer den Start ins Abenteuer.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Dougals Waymark, ein erfahrener Ausdauersportler aus Cheltenham, hatte etwas über die Hälfte der 34 Kilometer langen Strecke zwischen der englischen und französischen Küste bewältigt, als er in Schwierigkeiten geriet und seine Begleitcrew einen Notruf absetzte. Wie britische Medien berichten, erreichte ein Rettungshubschrauber das Begleitboot bereits zehn Minuten nach dem Funkspruch am Montag um 21:20 Uhr und flog den Schwimmer ins William Harvey Hospital nach Ashford, wo er gegen Mitternacht starb.

Die Channel Swimming & Piloting Federation, die das Schwimmen beaufsichtigte, bestätigte die Tragödie auf ihrer Website. "Mit großer Trauer geben wir den Tod von Douglas Waymark bekannt. Unsere Gedanken sind mit seiner Familie und seinen Freunden in dieser schweren Zeit", heißt es dort. Waymarks Schwester Jo Ikel schrieb auf Facebook: "Wir sind am Boden zerstört, doch es tröstet uns, dass er bis zum Ende tat, was er am meisten liebte."

Ironman und Mount Everest

Waymark wollte als 26. Mensch den sogenannten Arch-to-Arch-Triathlon absolvieren und war bereits vor dem Schwimmen 140 Kilometer vom Londoner Marble Arch bis nach Dover gelaufen. Nach dem Schwimmen wollte er mit dem Rad 290 Kilometer bis Paris fahren. Ziel wäre der Arc de Triomphe gewesen.

Englische Zeitungen beschreiben Waymark als erfahrenen Ultra-Triathleten und Bergsteiger. Mehrfach startete er bei Rennen über die mehrfache Ironman-Distanz. Als Bergsteiger stand er unter anderem auf dem Mount Everest und dem Kilimanjaro.

Auch 2016 hatte es im Ärmelkanal einen Todesfall gegeben.