Aliena Schmidtke wackelt am deutschen Rekord von Alexandra Wenk

Schmetterlingssprinterin Aliena Schmidte präsentiert sich bei den Deutschen Meisterschaften weiter in bestechender Form. Über 100 Meter schwamm sie im Vorlauf ein furioses Rennen.

| 18. Juni 2017 | AKTUELL

Aliena Schmidtke ist gut in Form.

Aliena Schmidtke ist gut in Form.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Ihr deutscher Rekord über 50 Meter Schmetterling am ersten Tag der DM in Berlin ließ einiges erwarten von Aliena Schmidtke. Dass die für Magdeburg startende USA-Studentin die doppelte Distanz aber gleich 0,81 Sekunden unter Bestzeit schwimmen und erneut nach der nationalen Bestmarke greifen würde, überraschte dann doch. Mit riesigem Vorsprung gewann die 25-Jährige ihren Vorlauf. In 58,18 Sekunden setzte sie ein Ausrufezeichen.

Als Sprinterin war Schmidtke von Beginn an dem Feld weit enteilt. Bereits nach 26,65 Sekunden erreichte sie die 50-Meter-Wende, fast eine Sekunde früher als Alexandra Wenk bei ihrem deutschen Rekord (27,59 s). Auf der zweiten Bahn verlor die Studierende der Ohio State University dann jedoch virtuell gegen Wenk, die in 57,70 Sekunden vorerst Rekordhalterin bleibt. Am Nachmittag (ab 15 Uhr) kann Schmidtke wohl nur Vereinskollegin Franziska Hentke den Titel streitig machen. Die 200-Meter-Siegerin schwamm in 59,23 Sekunden die zweitschnellste Zeit. Vorlauf-Dritte wurde Lisa Höpink aus Essen in 1:00,38 Minuten.

Vorlauf-Schnellste über 200 Meter Rücken: Jenny Mensing.

Vorlauf-Schnellste über 200 Meter Rücken: Jenny Mensing.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Rücken-Trio auf WM-Kurs

Während über 100 Meter Schmetterling keine Schwimmerin WM-Norm erzielen konnte, schafften dies im Vorlauf über 200 Meter Rücken gleich drei Athletinnen. Angeführt von Jenny Mensing, die in 2:09,93 Minuten als einzige unter der 2:10er-Marke schwamm, blieben auch Lisa Graf (2:10,30 min) und Nadine Laemmler (2:10,39 min) unter den geforderten 2:10,68 Minuten. Rücken-Talent Sonnele Öztürk konnte ihre starken 2:09,98 Minuten von den deutschen Jahrgangsmeisterschaften am Morgen nicht bestätigen. Die Berlinerin erreichte das Finale in 2:12,02 Minuten als Vierte.